Bundestrainer Löw sucht die Durchschlagskraft

Das Frankreich-Spiel ist Vergangenheit. Schnell muss Joachim Löw nach der Niederlage den Fokus auf die nächste Aufgabe gegen Portugal richten. Nur zwei Trainingseinheiten bleiben bis zum Kräftemessen mit Ronaldo.
| dpa
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Bundestrainer Joachim Löw (l) hat nicht viel Zeit, um die richtigen Weichen für das zweite Gruppenspiel gegen Portugal zu stellen.
Bundestrainer Joachim Löw (l) hat nicht viel Zeit, um die richtigen Weichen für das zweite Gruppenspiel gegen Portugal zu stellen. © Federico Gambarini/dpa
Herzogenaurach

Die Auftakt-Niederlage gegen Frankreich muss endgültig aus Köpfen und Beinen. Bundestrainer Joachim Löw zieht daher nach einem Ruhe- und Regenerationstag im Home Ground von Herzogenaurach die Zügel wieder an.

Hebel ansetzen, Durchschlagskraft stärken heißt es von heute an im fränkischen Teamquartier der Fußball-Nationalmannschaft. Denn mit Portugal wartet samt Superstar Cristiano Ronaldo schon am Samstag (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV) die nächste höchst schwierige EM-Aufgabe.

Es ist mehr drin

"Viele Dinge, auf die wir aufbauen können. Aber auch viele Dinge, die wir definitiv noch verbessern müssen. Das Ergebnis ärgert uns sehr, denn da war auf jeden Fall mehr drin. Wir haben dennoch genügend Gründe, um optimistisch zu bleiben", lautete das Fazit von Ilkay Gündogan nach dem 0:1 gegen Weltmeister Frankreich und vor dem Duell mit Europameister Portugal.

Löw hatte schon klar gemacht, dass er auch in nur zwei kompletten Trainingseinheiten die Chance sieht, die Weichen zu justieren. "Da kann man schon noch das eine oder andere angehen. Das muss man auch machen", sagte der 61-Jährige. Die große Systemfrage wird der Bundestrainer aber kaum stellen. So schlecht sah er sein Team gegen Frankreich nicht. Die fehlende Angriffseffektivität hatte aus seiner Sicht auch nichts mit dem Personal zu tun.

Löw sieht genug Offensivkraft im Team

"Wir haben genug Offensivkräfte auf dem Platz gehabt", wehrte Löw die Frage nach möglichen Änderungen ab. Immerhin: Leon Goretzka steht nach seinem Muskelfaserriss gegen Portugal zumindest als Wechseloption im Mittelfeld wieder zur Verfügung. Ob Leroy Sané als Sturmalternative eine Chance in der Startelf bekommen soll, wie vorsichtig von Kumpel Gündogan ins Spiel gebracht, wird Löw in den letzten Trainingseinheiten für sich bewerten.

Zumindest die Abläufe werden - wie offenbar langfristig geplant - modifiziert. Das Abschlusstraining am Freitag findet nicht in der Arena in München statt. Stattdessen wird der Bundestrainer die DFB-Elf bereits am Vormittag im Teamquartier in Herzogenaurach zur letzten Übungseinheit bitten. Diese Variante wird von der UEFA in den Turnierregularien erlaubt. Für das Training wird wieder die Abgeschiedenheit auf dem Adidas-Gelände genutzt.

© dpa-infocom, dpa:210616-99-23761/2

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