Bundesliga: Das war der Samstag, das kommt am Sonntag

Borussia Dortmund kommt nicht voran, Bayer Leverkusen muss wieder einmal späte Gegentore hinnehmen. Ganz anders die in der Defensive starken Bremer. Auf Schalke schwindet die Hoffnung.
| dpa
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Mats Hummels steht die Enttäuschung nach dem 2:2 des BVB gegen Hoffenheims ins Gesicht geschrieben.
Mats Hummels steht die Enttäuschung nach dem 2:2 des BVB gegen Hoffenheims ins Gesicht geschrieben. © Marius Becker/dpa
Berlin

Fünf Spiele, fünf Unentschieden. Dabei hätten insbesondere Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 in der Bundesliga so dringend Siege gebrauchen können.

Der BVB zittert um die Qualifikation für die Champions League, der Revierrivale vor dem Abstieg. Am kommenden Samstag steht das Derby an.

KRISE: Wieder enttäuschend. Borussia Dortmund steckt weiter in der Krise, das glückliche 2:2 nach 1:2-Rückstand gegen die TSG 1899 Hoffenheim ist zu wenig im Kampf um die Champions-League-Plätze. "Es war am Ende mehr am 3:2 für Hoffenheim, als am 3:2 für uns", sagte Mats Hummels, der bei Sky allerdings auch optimistisch erklärte: "Wir sind auf dem Weg der Besserung. Aber das passiert nicht über Nacht." Der Rückstand auf Platz vier beträgt drei Punkte.

ABSTIEGSKANDIDAT: Acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Nach 21 Spielen. Für Schalke wird es nach dem 0:0 bei Union Berlin ganz, ganz schwer, doch noch die Klasse zu halten. "Ich denke, jeder Punkt könnte uns helfen", sagte Suat Serdar bei Sky. Torwart Ralf Fährmann äußerte: "Es bringt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken oder Trübsal zu blasen oder auf die Mitleidstour zu kommen. Wir müssen einfach Männer sein in jedem Spiel." Das klingt nicht nur nach Durchhalteparolen. "Natürlich glauben wir dran, die Hoffnung stirbt definitiv zuletzt", sagte Trainer Christian Gross.

RÜCKKEHR: Sami Khedira war zufrieden. Der Weltmeister von 2014 absolvierte bei seinem Ex-Club VfB Stuttgart sein 100. Bundesliga-Spiel und nahm mit Hertha BSC den Punkt vom 1:1 gerne mit. "Er hat der Mannschaft Stabilität gegeben. Die Mannschaft hat ihn gebraucht", sagte Trainer Pal Dardai, der Khedira in der 58. Minute eingewechselt hatte. Der 33-Jährige selbst sprach von einem ungewohnten Gefühl. "Aber letztendlich war es ein Pflichtspiel, und deswegen war es im Großen und Ganzen eine schöne Rückkehr."

VORSPIEL: Vielleicht war es für die aktuellen und möglicherweise angehenden Nationalspieler von Bayer Leverkusen gar nicht so schlecht, dass Bundestrainer Joachim Löw beim 2:2 gegen den abstiegsbedrohten FSV Mainz 05 doch nicht im Stadion war. "Probleme bei der Anreise" verhinderten Löws Erscheinen - deshalb sah er nicht vor Ort die zwei späten Gegentore der Leverkusener, die den vorübergehenden Sprung auf Platz drei verpassten. Trainer Peter Bosz war bedient, die Partie sei in vielerlei Hinsicht "das schlechteste Spiel" gewesen, das er von seiner Mannschaft gesehen habe.

BOLLWERK: Hinten stimmt's. Das einst für Offensivkünstler bekannte Werder Bremen mauert sich zu wichtigen Punkten - am Samstag zu einem 0:0 gegen den SC Freiburg. Mit nur sechs Gegentoren in sieben Spielen hat der Tabellenelfte im Jahr 2021 zusammen mit dem VfL Wolfsburg die derzeit stabilste Defensive aller 18 Bundesliga-Clubs. "Wenn ich wie früher in Block 51 gesessen hätte, wäre ich jetzt auch nicht nach Hause gefahren und hätte gesagt: Yes, wie geil!", meinte Trainer Florian Kohfeldt. "Aber wir haben es gut gemacht, damit bin ich sehr zufrieden."

EUROPAPOKAL: Für den VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach geht es am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) im direkten Duell um wichtige Punkte im Rennen um die Europapokal-Ränge. "Wir haben überhaupt nichts zu verlieren, wir können nur drei Punkte gewinnen in jedem Spiel", sagte Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner anscheinend gelassen. Gladbach hat nach der Derby-Niederlage gegen Köln etwas gutzumachen. Ebenfalls einen Königsklassen-Platz strebt Eintracht Frankfurt an, das seit fünf Spielen ungeschlagen ist und die Kölner bereits am Nachmittag (15.30 Uhr) empfängt.

Zahlen zum Bundesliga-Samstag: 

7 - Punkte hat der FSV Mainz 05 schon in der Rückrunde geholt, so viele wie in der kompletten Hinrunde.

11 - Jahre liegen zwischen Sami Khediras bis Samstag letzter Torbeteiligung in der Bundesliga (im März 2010 gegen Werder Bremen) und seiner Vorlage im Hertha-Trikot beim VfB Stuttgart.

14 - Punkte aus den ersten zehn Spielen bedeuten für Edin Terzic die schwächste Bilanz eines BVB-Trainers seit Bert van Maarwijk in der Saison 2004/05 (elf).

21 - Bundesliga-Auswärtsspiele wartet der FC Schalke 04 nun auf einen Sieg. Vereins-Negativrekord ausgebaut.

© dpa-infocom, dpa:210213-99-430888/3

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