Bosz über Havertz: „Erwarte nicht, dass Kai zurückkommt”

Kai Havertz ist derzeit bei der Nationalmannschaft in Stuttgart - und wird danach wohl nach London zum FC Chelsea reisen statt zurück nach Leverkusen. Damit rechnet jedenfalls sein Trainer. Auch Kevin Volland wird Leverkusen wohl verlassen.
| dpa
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Werden Bayer Leverkusen wohl verlassen: Kai Havertz (l) und Kevin Volland.
Werden Bayer Leverkusen wohl verlassen: Kai Havertz (l) und Kevin Volland. © Andreas Gora/dpa
Leverkusen

Der Wechsel von Kai Havertz von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea scheint nur noch eine Frage der Zeit.

Für seinen Leverkusener Trainer Peter Bosz ist die grundsätzliche Entscheidung jedenfalls gefallen, er rechnet nicht mehr mit einer Rückkehr des Mega-Talents aus dem Nationalmannschafts-Quartier in Stuttgart. „Ich erwarte, dass er nicht mehr zurückkommt”, sagte Bosz am Montag überraschend offen. „Das ist aber nur meine Erwartung”, ergänzte er. „Es kann immer sein, dass es nicht klappt am Ende im Fußball. Aber man verhandelt schon so lange, deshalb gehe ich als Trainer davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass er nicht mehr zurückkommt.”

Bayer soll von den Blues, bei denen in Antonio Rüdiger und seit diesem Sommer Timo Werner schon zwei deutsche Nationalspieler unter Vertrag stehen, weiter rund 100 Millionen Euro fordern. Die Londoner wollen den Betrag offenbar bestenfalls splitten und aktuell eine geringere Grundsumme plus Zuschläge bezahlen.

Dass solche Summen auch in Corona-Zeiten überhaupt bezahlt werden, hält Bosz derweil für nicht verwerflich. „Es ist schwierig, das zu beurteilen, weil ich nur Trainer bin”, sagte der Niederländer: „Aber das ist eben der Markt. Es gibt Vereine, und in dem Fall wohl (Chelsea-Besitzer) Roman Abramowitsch, die das zahlen wollen. Und sie werden es durchgerechnet haben. Kai ist ja auch nicht der Einzige, der nach Chelsea geht.”

Auch der Abgang von Ex-Nationalspieler Kevin Volland zur AS Monaco mit Trainer Niko Kovac ist für Bosz derweil klar. „Es ist, wie gesagt, im Fußball immer möglich. Aber wenn Sie mich fragen, sage ich, ich rechne nicht mehr mit ihm”, erklärte der 56-Jährige. Der bevorstehende Wechsel des Stürmers sei erst in den vergangenen beiden Wochen in Fahrt gekommen, „vorher habe ich davon nichts mitbekommen”. Für den 28-Jährigen, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, hatte Bayer vor vier Jahren geschätzte rund 20 Millionen Euro an Hoffenheim bezahlt. Offenbar eine ähnliche Summe fließt nun zurück.

Leverkusen braucht natürlich Ersatz. „Wenn es so bleibt, gehen uns 60 Scorer-Punkte verloren. Dann ist deutlich, dass wir in diesem Bereich etwas machen müssen”, sagte Bosz. Als Favorit der Leverkusen gilt Stürmer Patrick Schick, der im Vorjahr als Leihspieler von AS Rom für RB Leipzig in der Bundesliga spielte. Neben einem Angreifer und einem zentralen Mittelfeldspieler sucht der Pokalfinalist und Europa-League-Teilnehmer zudem noch einen Rechtsverteidiger.

© dpa-infocom, dpa:200831-99-373482/4

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