Bobic: Rückkehr erster Fans reicht hinten und vorne nicht

Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic sieht den deutschen Profifußball wegen der anhaltenden Corona-Krise unter einem "brutalen Druck" und fordert die Zulassung größerer Zuschauermengen.
| dpa
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Fredi Bobic erhofft sich in naher Zukunft mehr Fans in den Stadien.
Fredi Bobic erhofft sich in naher Zukunft mehr Fans in den Stadien. © Marius Becker/dpa
Berlin

"Wir haben nicht mehr viel Zeit, die Lage ist ernst. Wenn wir in dieser Saison nicht halbwegs zur Normalität und zu einer gewissen Planbarkeit zurückkehren, habe ich große Sorgen", sagte Bobic der "Bild am Sonntag". Dass zum Auftakt der neuen Saison wieder bis zu 25.000 Fans in einige Arenen durften, könne nur ein Anfang sein. "Auf Dauer reicht das hinten und vorne nicht", warnte der Ex-Nationalspieler.

Hohe Kosten ein Problem

Die Liquidität und die hohen Personalkosten werden laut Bobic für die Clubs zunehmend zum Problem. Die Hoffnung auf Besserung habe zuletzt wieder einen Dämpfer erlitten. "Die Impfmöglichkeiten sind zwar da, aber Normalität scheint in weiter Ferne - und die Sorgen werden eher wieder größer", sagte der Spitzenfunktionär des Berliner Bundesligisten.

In der Frage, ob wie bei Borussia Dortmund, dem 1. FC Köln oder Bayer Leverkusen künftig fast nur noch Geimpfte und Genesene ins Stadion dürfen, habe die Hertha noch keine Entscheidung getroffen. "Wir schauen uns das erst mal an und gucken, was passiert und ob alles so funktioniert. Und welchen Weg auch die Politik diesbezüglich einschlägt", sagte Bobic. Es sei jedoch auf Dauer schwer, Geimpften und Genesenen ihre Rechte vorzuenthalten. "Es ist ein großer Stresstest für den Fußball", sagte der 49-Jährige.

© dpa-infocom, dpa:210815-99-846541/2

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