Boateng: DFB-Spieler waren glücklich über Ballack-Ausfall

Das Foul von Kevin-Prince Boateng an den damaligen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack sorgte für Furore in Fußball-Deutschland. Jetzt packt der Ex-Schalker aus – mit überraschenden Aussagen über die Spieler der DFB-Elf.
| dpa/az
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Im Mai 2010 trafen der FC Portsmouth und der FC Chelsea im Finale des englischen Ligapokals aufeinander. Boateng (m.) foulte den damaligen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack, der daraufhin nicht an der WM teilnehmen konnte.
dpa Im Mai 2010 trafen der FC Portsmouth und der FC Chelsea im Finale des englischen Ligapokals aufeinander. Boateng (m.) foulte den damaligen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack, der daraufhin nicht an der WM teilnehmen konnte.

Berlin - Fußballprofi Kevin-Prince Boateng hat in seiner Biografie noch einmal verbal gegen den früheren DFB-Kapitän Michael Ballack nachgetreten. Nach seinem folgenschweren Foul gegen Ballack im englischen Pokalfinale 2010 ein, woraufhin der deutsche Mittelfeldstar für die WM in Südafrika verletzt ausfiel, soll er indes positive Reaktionen von deutschen Nationalspielern erhalten haben.

 

DFB-Spieler dankten Boateng

 

"Die Ironie dieser Geschichte: Ich habe Nachrichten von deutschen Nationalspielern bekommen mit dem Tenor: 'Gut, dass er nicht dabei ist.' Es soll im deutschen Lager einige gegeben haben, die sich klammheimlich darüber freuten, dass Ballack nicht dabei war. Sein Standing in der Mannschaft war weiß Gott nicht gut. Keinen freute es, dass er sich verletzt hat, mich am wenigsten, aber viele fanden 'ohne Ballack' sogar die bessere Option", schreibt der 28-Jährige in seinem Buch mit dem Titel "Ich Prince Boateng. Mein Leben. Mein Spiel. Meine Abrechnung", über das die "Bild"-Zeitung in Auszügen berichtet.

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Boateng beklagte, dass er Morddrohungen erhalten habe. Dabei sei das Foul nicht so dramatisch gewesen, betonte Boateng, der nach seinem unrühmlichen Abschied beim FC Schalke 04 inzwischen wieder für den AC Mailand spielt. Eine Aussprache mit Ballack, der nach der Verletzung nie wieder für die Nationalelf spielte, hatte es seitdem nicht gegeben. "Man setzt sich nur mit jemandem zusammen, wenn es ein Freund ist oder eine Person, die einem wichtig ist. Ballack ist mir nicht wichtig, ich bin ihm nicht wichtig", sagte Boateng im Interview der "Sport Bild".

 

Heldt droht Boateng mit Konsequenzen

 

Der frühere Schalke-Star Kevin-Prince Boateng könnte sich mit seiner am Donnerstag erscheinenden Autobiographie womöglich juristischen Ärger einhandeln. S04-Manager Horst Heldt deutete am Mittwoch in der WAZ an, dass etwaige negative Äußerungen in Boatengs Buch über Schalker Funktionsträger zu hohen Strafzahlungen führen könnten.

"Im Zuge unseres friedlichen Auseinandergehens habe ich schon berücksichtigt, dass sowohl für Kevin als auch für Schalke 04 wichtig ist, das sauber zu beenden", sagte Heldt: "Sollte es im Buch nun doch Passagen geben, wo er sich über aktuell oder ehemals handelnde Personen aus dem Verein negativ äußert, dann wird er nicht so viele Bücher verkaufen können, wie die Strafe kostet."

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Der jetzige Milan-Profi Boateng war auf Schalke im Mai 2015 unter Trainer Roberto Di Matteo suspendiert worden, sein Vertrag wurde im Dezember 2015 aufgelöst. In seinem Buch "Ich, Prince Boateng" soll sich der Deutsch-Ghanaer unter anderem kritisch mit seinem Ex-Coach Jens Keller auseinandersetzen.

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