Beckhams Jubiläumsknaller - bleibt er in Mailand?

Englands Superstar schießt gegen Bolgna sein erstes Tor für Mailand. "Ich bin glücklich beim AC!"
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Jubel, Trubel, Beckham: Milans neuer Superstar feiert seinen ersten Treffer für den AC zusammen mit   Clarence Seedorf (l.) and Pato.
Bongarts/Getty Images Jubel, Trubel, Beckham: Milans neuer Superstar feiert seinen ersten Treffer für den AC zusammen mit Clarence Seedorf (l.) and Pato.

MAILAND - Englands Superstar schießt gegen Bolgna sein erstes Tor für Mailand. "Ich bin glücklich beim AC!"

David Beckhams Zweckehe auf Zeit mit dem AC Mailand ist zur großen Liebe geworden, seine Scheidung von LA Galaxy scheint nur noch ein Frage der Zeit. Nach seinem ersten Tor für Milan beim 4:1-Sieg gegen den FC Bologna schloss der englische Mittelfeldstar eine vorzeitigen Abschied aus den USA erstmals nicht mehr aus: „Wir werden sehen“, meinte „Beck“, der bislang stets betont hatte am 8. März vertragsgemäß zu Galaxy zurückzukehren. „Beckham hat klar gemacht, dass er bei Milan bleiben will“, war sich die „La Gazzetta dello Sport“ am Montag bereits sicher.

„Ich bin glücklich beim AC Mailand“, betonte der 33-Jährige. Ein klares „Sí“ zu AC Milan ließ er sich aber am Wochenende noch nicht entlocken. „Ich genieße erstmal diesen wunderbaren Moment, Milan ist derzeit mein zu Hause“, meinte Beckham. In Italien lebt der in Los Angeles eher als Werbe-Ikone und Liebling der Klatschpresse, denn als Profi-Fußballer wahrgenommene Kicker sichtlich auf. Mit jedem Spiel im Trikot des AC Mailand kommt er dem sehnsüchtig angestrebten Comeback in der englischen Nationalelf und der Nominierung für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika einen Schritt näher.

Milan würde ihn gerne über den 8. März hinaus behalten. Aber Trainer Carlo Ancelotti betonte: „Uns sind die Hände gebunden, David wird seinen Vertrag auflösen müssen.“ Ancelotti wird nicht müde, den berühmtesten Zeitarbeiter der Welt als „vorbildlichen Profi ohne Starallüren“ zu loben, der sich „perfekt integriert“ habe und Milan „sehr nützlich“ sei. Auch Club-Vizepräsident Adriano Galliani macht keinen Hehl daraus, dass man Beckham gerne dauerhaft an sich binden würde. „Jetzt sagt keiner mehr, dass Beckhams Einsatz nur ein Marketing-Gag sei“, sagte Galliani voller Genugtuung. „Beckham ist großartig“, gratulierte auch Kaká, der nach seiner Absage des Millionen-Angebots von Manchester United von den Fans gefeiert wurde und mit seinen zwei Toren Milan den Weg zum Sieg ebnete.

Für Milan ist Beckham schon längst einer der ihren. „Alle behandeln mich so, als sei ich schon seit Jahren hier“, bestätigte auch Beckham, der sich nach seinem ersten Tor „großartig“ fühlte und gleich sein Milan Trikot behalten wollte. Die „Beckham-Mania“ hat nicht erst mit seinem Kracher-Tor am Sonntag begonnen, die „Tifosi“ skandierten bereits vorher „Grande Beckham“. Die Zeitungen überschlagen sich mit Lobeshymnen. Nach Beckhams erstem Tor im dritten Pflichtspiel schwebt Milan (40) im siebten Himmel. Mit nur noch sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Inter Mailand (46) mischt der Berlusconi-Club zusammen mit dem zweitplatzierten Juventus Turin (43) wieder ganz oben mit. „Der Meistertitel ist drin“, frohlockte Ancelotti.

Beim Lokalrivalen Inter war dagegen die Stimmung trotz des 1:0- Siegs gegen Sampdoria Genua am Sonntagabend gereizt, weil Schiedsrichter Domenico Celi Trainer José Mourinho wegen Meckerns in der 40 Minute auf die Tribüne verbannt hatte und Adrianos Tor in der 47. Minute das einzig gute am ganzen Inter-Spiel war. „Die Schiedsrichter sind gegen uns“, wetterte der Portugiese im Gespräch mit italienischen Zeitungen und brachte damit Sampdorias Trainer Walter Mazzari auf die Palme. „Uns sind doch zwei Elfmeter verwehrt worden“, schimpfte Mazzari. Nach zahlreichen umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen wartet auf Schiri-Koordinator Pierluigi Collina eine hitzige Woche. Vor allem über Juves 1:0-Sieg gegen den AC Florenz wird heftig gestritten. Die Florentiner fühlten sich von Schiedsrichter Massimiliano Saccani um den ihrer Meinung nach regulär erzielten Treffer von Alberto Gilardino betrogen und um einen Elfmeter gebracht. „Was für ein Skandal!“, urteilte der „Corriere dello Sport“.

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