Bayer zum dritten Mal sieglos - Schick rettet Punkt

Bayer Leverkusen hat die dritte Niederlage in Folge abgewendet, die Gunst der Stunde aber nicht genutzt. 
| Von Holger Schmidt, dpa
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Leverkusens Trainer Peter Bosz steht an der Seitenlinie - die Punkteteilung ist für die Leverkusener eigentlich zu wenig.
Leverkusens Trainer Peter Bosz steht an der Seitenlinie - die Punkteteilung ist für die Leverkusener eigentlich zu wenig. © Bernd Thissen/dpa-pool/dpa
Leverkusen

Gegen Werder Bremen kam die Werkself am 15. Spieltag nach Rückstand noch zu einem 1:1 (0:0), verpasste es aber, den Rückstand auf den FC Bayern München entscheidend zu verkürzen.

Nach der 2:3-Niederlage der Bayern am Freitagabend bei Borussia Mönchengladbach liegt Leverkusen nun vier Punkte hinter dem Serienmeister.

In das letzte Spiel 2020 gegen die Münchner war Bayer noch als ungeschlagener Tabellenführer gegangen, der 1:2-Niederlage folgte eine weitere in Frankfurt. Gegen die Hessen spielt Leverkusen am Dienstag um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. In Rückstand geriet Bayer am Samstag ausgerechnet durch das erste Werder-Tor des langjährigen Leverkuseners Ömer Toprak (52.). Patrik Schick glich aber aus (70.).

Die Bremer zeigten im Vergleich zum 0:2 gegen Union Berlin in der Vorwoche eine klare Leistungssteigerung, haben aber nur eines der letzten zwölf Liga-Spiele gewonnen. Der Relegationsplatz, über den Werder im Vorjahr die Klasse hielt, ist fünf Punkte entfernt.

Die auf vier Positionen veränderten Bremen begannen forsch und mutig. Die Gäste zeigten die von Trainer Florian Kohfeldt zuletzt vermisste Griffigkeit und sorgten für ungewohnt viele Ballverluste der Leverkusener. Doch während Bayer zumindest einige vorsichtige Torannäherungen gelangen, kam Werder erst nach einer halben Stunde zum ersten Torschuss. Bezeichnenderweise, nach einem Freistoß, als Josh Sargent in den Ball rutschte und knapp verzog.

Bayer fehlte ohne Ausnahme-Talent Florian Wirtz ein sehr wichtiges spielerisches Element im Offensiv-Spiel. Dem 17-Jährigen hatte Trainer Peter Bosz nach schon 22 Pflichtspielen in dieser Saison und vor zwei Englischen Wochen eine Verschnaufpause gegönnt und ihn gar nicht in den Kader berufen.

Nach der Pause verstärkte Bayer zunächst den Druck - und geriet dann in Rückstand. Nach einem Freistoß des starken Ludwig Augustinsson schob Toprak, von 2011 bis 2017 in Leverkusen, den Ball ungehindert ein. Für den 31-Jährigen war es das erste Liga-Tor seit dem 22. Januar 2017, damals traf er noch für Leverkusen gegen Hertha BSC.

Nach einer Stunde brachte Bosz Lucas Alario. Aber nicht etwa wie sonst für Schick, sondern für Moussa Diaby. Bayer agierte nun ungewohnterweise mit zwei gelernten Mittelstürmern. Eine Co-Produktion der beiden führte dann auch zum Ausgleich, der allerdings erst nach Videobeweis wegen des Verdachts auf Handspiel von Alario zählte. Danach drückte Bayer mit Vehemenz auf den Sieg, doch Werder hielt stand.

© dpa-infocom, dpa:210109-99-956987/2

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