Bayer-K.o. nach Ballack-Auswechslung

Ovationen für Michael Ballack, aber Champions League-Fehlstart für Bayer Leverkusen: 0:2 beim FC Chelsea.
| dpa
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Ovationen für London-Rückkehrer Michael Ballack, aber Champions League-Fehlstart für Bayer Leverkusen: Der Bundesliga-Vierte verlor beim Comeback in der Königsklasse trotz einer respektablen Vorstellung bei Ballacks Ex-Club FC Chelsea mit 0:2 (0:0).

London -  Leverkusen steht damit nach seiner 50. Europacup-Niederlage im zweiten Gruppenspiel gegen den KRC Genk schon unter Zugzwang. Vor 33 820 Zuschauer im Stadion an der Stamford Road erzielte Abwehrspieler David Luiz (67.) rund 30 Sekunden nach der Auswechslung von Ballack das Führungstor für die Londoner. Juan Manuel Mata (90.+2) besorgte die endgültige Entscheidung.

"Leider hat's nicht sollen sein, trotzdem können wir auf diese Leistung aufbauen. Ich denke, es hat die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt", bilanzierte Stefan Kießling seine ersten 90 Champions League-Minuten. Auch Andre Schürrle war vor dem Anpfiff nervöser als sonst. "Es ist sehr, sehr schade, dass wir trotz guter Leistung verloren haben. Ich glaube, wir waren gut dran", meinte der Jung-Nationalspieler.

Vor seiner 96. Europacup-Partie wurde der 34-jährige Ballack, der von 2006 bis 2010 das Trikot der "Blues" getragen hatte, unter dem freundlichen Beifall der Fans von Chelsea offiziell verabschiedet. Dann zeigte er auf dem Rasen, wie wertvoll er mit seiner Erfahrung für das Bayer-Team ist. Im Zusammenspiel mit Lars Bender und Simon Rolfes sorgte der stets präsente Ballack für Ordnung und Struktur im Mittelfeld der mit acht Champions League-Debütanten angetretenen Bayer-Elf. Im Abschluss fehlte dem Ex-Nationalspieler allerdings das Schussglück. In der 57. Minute verhinderte Chelsea-Keeper Petr Cech mit toller Reaktion einen Treffer des Deutschen. Neun Minuten später verließ Ballack unter Ovationen der Londoner Anhänger den Rasen.

Die zunächst ohne Renato Augusto spielenden Leverkusener zeigten zur Freude der rund 1500 mitgereisten Fans wenig Respekt vor dem Gegner, machten in der Defensive kaum Fehler und hatten in dem erst 19-jährigen Bernd Leno einen sicheren Rückhalt. Die Leihgabe des VfB Stuttgart bestand die internationale Feuertaufe zwischen den Pfosten mit Bravour und vollbrachte mit der Rettungsaktion gegen Daniel Sturridge (64.) die größte Tat.

Im Angriff der Londoner, die ohne die für den bevorstehenden Premier League-Hit gegen Manchester United geschonten Frank Lampard, Nicolas Anelka und John Terry begannen, agierte Fernando Torres lange Zeit fast als Alleinunterhalter. Der Spanier war an praktisch allen gefährlichen Szenen der Gastgeber beteiligt. Doch Leno im Bayer-Tor konnte er nicht überwinden. In der 10. Minute verhinderte der Youngster mit einer Reflexbewegung gegen Torres das drohende 0:1.

Erst in der Schlussphase der ersten 45 Minuten geriet der Bundesliga-Vierte stärker unter Druck, doch zwingende Torchancen konnten sich das Team von Andre Villas-Boas nicht mehr erspielen. Nach Wiederbeginn versuchten die Londoner das Tempo noch einmal anzuziehen, doch der starke Stefan Reinartz und Ömer Toprak behielten in der Innenverteidigung die Übersicht. Auf der Gegenseite spielte Bayer seine Konter nun zielstrebiger aus. Nach einer Stunde scheiterte Andre frei vor Tschechiens Nationalkeeper Cech. Wie aus dem Nichts ging Chelsea in Führung, als der 24-jährige David Luiz den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar für Leno in die lange Torecke zirkelte. Kurz zuvor hatte Villas-Boas reagiert und seine Stars Lampard und Anelka aufs Spielfeld geschickt.

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