Augsburgs Auswärtslauf: Niederlechner und die Minuten

Erst zweimal in zehn Bundesligajahren gelangen dem FC Augsburg drei Auswärtssiege am Stück. In Bremen bietet sich eine neue Chance. Der Trainer stellt eine Forderung. Zwei Corona-Fälle stören im Vorfeld.
| Von Klaus Bergmann, dpa
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Augsburg-Trainer Heiko Herrlich ist optimistisch, dass die Partie gegen Werder Bremen stattfinden kann.
Augsburg-Trainer Heiko Herrlich ist optimistisch, dass die Partie gegen Werder Bremen stattfinden kann. © Stefan Puchner/dpa/Archivbild
Augsburg

Aller guten Dinge sind drei. Zumindest gehen sie beim FC Augsburg das Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen nach diesem Motto an. Denn zuletzt feierte der FCA in der Fußball-Bundesliga zwei 1:0-Erfolge in Köln und Bielefeld. Und die beiden Abstiegskandidaten standen ebenso wie die Bremer in der Tabelle hinter den Augsburgern.

"Es ist wichtig, dass wir gegen Mannschaften, die unter uns oder auf Augenhöhe stehen, punkten", sagte Kapitän Jeffrey Gouweleeuw. Drei Auswärtssiege nacheinander gelangen dem FCA in zehn Bundesligajahren übrigens nur 2014 und 2015 jeweils unter Markus Weinzierl. Mehr als die aktuellen elf Auswärtspunkte wurden in keiner Hinrunde geholt. Es würde demnach schon ein Unentschieden im Weserstadion genügen, um die beste Hinserie auf fremden Plätzen zu spielen.

Trainer Heiko Herrlich ist "froh", dass der beim heftigen 1:4 gegen den VfB Stuttgart gesperrte Abwehrchef Gouweleeuw in Bremen wieder auflaufen kann. "Er gibt der Mannschaft als Kapitän Halt", sagte Herrlich. Gerade defensiv erwartet er ein ganz anderes Auftreten seiner Mannschaft. "Wichtig ist, hinten dicht zu machen", sagte der FCA-Coach. Er fordert eine "aggressivere Zweikampfführung" und sagte im Rückblick auf das ernüchternde Stuttgart-Spiel: "Das möchte keiner nochmal erleben, dass wir 27 Schüsse aufs Tor bekommen."

Herrlich variierte defensiv zuletzt mit Dreier- und Viererkette. Er warnte vor der gefährlichen Bremer Offensive, vielleicht ein Hinweis. Die Auswärtssiege gegen Köln und Bielefeld glückten auch mit drei Innenverteidigern vor Torwart Rafal Gikiewicz. "Die Dreierkette passt zu unseren Fähigkeiten", meinte Reece Oxford. Der 22-Jährige hat jedoch auch persönlich höhere Einsatzchancen bei der Dreierkette.

"Kompakt kann man in allen Systemen stehen", bemerkte Herrlich, der wohl ohne Außenverteidiger Iago auskommen muss. Der Einsatz des Brasilianers sei wegen Nackenbeschwerden "sehr fraglich". Nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Stuttgart fehlt auch Angreifer Marco Richter.

In der Offensive richten sich die Augen auf Florian Niederlechner. Der 30-Jährige, der in der vergangenen Spielzeit noch mit 13 Toren aufgetrumpft hatte, wartet vor dem 16. Spieltag immer noch auf sein erstes Erfolgserlebnis. In Bremen könnte die 1000-Minute-Marke ohne Torerfolg fallen. Bei 929 torlosen Minuten steht Niederlechner.

Die Vorbereitung auf den Bremen-Trip wurde von Corona beeinträchtigt. Co-Trainer Iraklis Metaxas und Torwartcoach Kristian Barbuscak wurden positiv getestet. Beide seien von der Mannschaft isoliert worden und zeigten keine Symptome, teilte der Verein mit. Man stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden. Alle weiteren Testergebnisse bei den Profis und im Funktionsteam seien negativ ausgefallen. "Wir gehen davon aus, dass wir spielen können", sagte Chefcoach Herrlich.

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