„ARR-knee“ sucht neue Aufgabe

Nach seiner Vertragsauflösung in Wolfsburg war die Zukunft von Arne Friedrich lange ungewiss. Jetzt will der ehemalige Nationalspieler in Chicago sein Glück finden.
| sid
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Nach seiner Vertragsauflösung in Wolfsburg war die Zukunft von Arne Friedrich lange ungewiss. Jetzt will der ehemalige Nationalspieler in Chicago sein Glück finden.

Chicago/Berlin - Arne Friedrich sucht in den USA eine neue Herausforderung, doch auch die Fans der Chicago Fire stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Direkt nach der Verpflichtung des 82-maligen Fußball-Nationalspielers gab der Klub aus der Major League Soccer (MLS) seinen Anhängern auf der Internetseite den Hinweis, wie der Name des deutschen Verteidigers angeblich richtig ausgesprochen wird: „ARR-knee FREE-drick“.

Friedrich wird es vermutlich relativ egal sein, ob die Fans seinen Namen ganz korrekt wiedergeben. Ihm geht es knapp sechs Monate nach seiner Vertragsauflösung beim VfL Wolfsburg um andere Dinge. „Die amerikanische MLS mit all ihren Möglichkeiten sowie die Aussicht auf eine spannende Persönlichkeitsentwicklung haben den Ausschlag für die Entscheidung gegeben“, sagte der 32-Jährige, der bei seiner ersten Auslandsstation einen Einjahresvertrag in der „Windy City“ unterschrieb.

In den kommenden Tagen bricht Friedrich in sein USA-Abenteuer auf, nicht wenige hatten in den vergangenen Monaten viel eher mit einem Karriereende des Abwehrspielers gerechnet. Es war ruhig geworden um den Verteidiger nach der überragenden WM 2010 in Südafrika. In Wolfsburg, wohin er nach dem Abstieg mit Hertha BSC wechselte, wurde er auch wegen anhaltender Verletzungen inklusive Operation nach einem Bandscheibenvorfall nie glücklich. 15 von 40 Spielen absolvierte er unter Trainer Felix Magath, der ihn auch noch im Abstiegskampf der vergangenen Saison öffentlich kritisiert hatte.

Im September 2011 wurde dann seinem Wunsch nach einem Ende seines Engagements entsprochen. Seine Auftritte in der Öffentlichkeit wurden selten, er machte Urlaub in Florida und ließ „die Seele baumeln“. Die Erholung vom Medienrummel der Bundesliga schien im gut zu tun. Zuletzt redete er in der Wochenzeitung Die Zeit in der Serie „Alles außer Fußball“ lieber über Aktienpakete und die Finanzkrise. Nach auskuriertem Bandscheibenvorfall soll es jetzt in den USA allerdings wieder nach oben gehen.

„Jetzt geht es mir gut, wenngleich immer ein Restrisiko bleibt“, sagte Friedrich dem kicker. Den Medzincheck in Chicago bestand er vor zwei Wochen ohne Probleme. „Wir haben ihn durchgecheckt. Er ist gesund und startklar“, sagte Chicago-Coach Frank Klopas. Erstmals zum Einsatz kommen könnte Friedrich theoretisch zum Fire-Saisonstart am 17. März. Die Euphorie in Chicago, das in den vergangenen beiden Jahren die Qualifikation für die Play-offs verpasste, ist seit der Bekanntgabe des Transfers jedenfalls groß.

„Dieses Jahr marschieren wir zurück in die Playoffs“ oder „Das ist die beste Verpflichtung der MLS, noch besser als Beckham“, waren nur der zwei der Kommentare von Fire-Fans. Und auch der Trainer ist bester Dinge. Wenn jemand mit seiner internationalen Erfahrung kommt, bringt er eine Menge mit„, sagte Klopas: “Von ihm können unsere jungen Spieler eine Menge lernen.'

 

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