WM-Aus für Deutschland: Löw zum Rücktritt, Neuer kritisiert heftig

Für die deutsche Nationalmannschaft ist die Weltmeisterschaft schon in der Vorrunde vorbei. Die DFB-Elf blamierte sich im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea mit 2:0 und scheidet schon in der Vorrunde aus. Die Stimmen zum Debakel.
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Hängende Köpfe, Enttäuschung, Trauer: Das DFB-Team ist bei der WM in Russland bereits nach der Vorrunde ausgeschieden.
Andreas Gebert/dpa Hängende Köpfe, Enttäuschung, Trauer: Das DFB-Team ist bei der WM in Russland bereits nach der Vorrunde ausgeschieden.

Für die deutsche Nationalmannschaft ist die WM nach Vorrunde vorbei. Die DFB-Elf blamierte sich im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea. Spieler und der Trainer übten Selbstkritik, Löw äußerte sich zu einem möglichen Rücktritt

München - Nach nur drei Spielen ist die WM für die Nationalmannschaft schon wieder vorbei. Deutschland verliert gegen Südkorea 0:2 und ist Gruppenletzter. Was sind die Gründe für das frühe Ausscheiden? Spieler und der Bundestrainer übten anschließend Selbstkritik.

Einen entscheidenden Grund wollte allerdings niemand erkennen. Die Stimmen nach dem Debakel. 

Neuer prangert katastrophale Leistung an

Manuel Neuer ... 

... in der Mixed Zone über die Stimmung im Team: "Wir sind ganz traurig, enttäuscht und sauer auf uns. Allein wir Spieler haben das zu verantworten. Wir müssen das in Ruhe analysieren. Ich muss ganz klar sagen, dass wir es auch nicht verdient haben. In keinem der drei Spiele hat man eine Deutsche Mannschaft gesehen, vor der man Angst hat."

Internationale Pressestimmen zum WM-Aus:

... über die Leistung des Weltmeisters: "Man hat nicht gemerkt, dass wie hier eine WM spielen. Jeder Gegner hat auf unserer Fehler gewartet. In den vergangenen Turnieren hatten wir das nie so. Und das gegen diese drei Gegner - das ist ein schlechtes Bild von uns. Wir haben es verbockt."

Keine öffentliche Kritik mehr von Hummels

Mats Hummels ...

... über die Leistung gegen Südkorea und das frühe Aus: "Es ist ganz, ganz schwierig in Worte zu fassen. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt, selbst nach dem 0:1 haben wir es irgendwie versucht. Ich glaube, wir hatten genug Gelegenheiten, eine, die ich machen muss. Wir haben unsere Torchancen nicht genutzt, das hat uns das Genick gebrochen.

... über die schlechte Phase der deutschen Mannschaft: "Man sieht bei der WM, dass keine Mannschaft leicht durchkommt. Wir haben uns mit dem Mexiko-Spiel in eine Situation gebracht, die wir heute zurückbekommen.

Wie das Tor fällt, ist symptomatisch. Wir haben einige Punkte, an denen wir ansetzen müssen, wenn wir uns wiedersehen. Welche, werde ich öffentlich nicht sagen. Das letzte überzeugende Spiel, das wir abgeleifert haben, war im Herbst 2017."

WM-Aus im Team eine "Riesen-Enttäuschung"

... über die Gründe für die Südkorea-Pleite: "Wir haben die Dinge, die ich angesprochen habe, verbessert. Das war gegen Schweden viel besser, die Absicherung, die Ballsicherheit. Aber der 65. Minute herum sind wir wild und hektisch geworden, sind in Konter gelaufen, die wir noch wegverteidigt haben. Es ist müßig. Es ist ein ganz, ganz, ganz bitterer Abend für uns und alle deutschen Fußball-Fans."

Oliver Bierhoff ...

... über die Stimmung in der Mannschaft: "Es spricht keiner, jeder ist in sich gesunken, tief enttäuscht. Es ist großer Frust, Riesen-Enttäuschung. Wir hatten gehofft, dass das Spiel gegen Schweden nochmal eine Wende nimmt. Es hat nicht sollen sein, am Ende hat es einfach nicht gereicht. Wir sind nie in Führung gegangen, konnten nie unser Spiel aufziehen."

... über den Vertrag von Joachim Löw: "Jogi hat vor kurzem einen Vertrag unterschrieben, ich gehe fest davon aus. Wir müssen das aufarbeiten. ich gehe aber fest davon aus, dass Jogi weitermacht. Dann müssen wir wieder angreifen."

Löw: Die Leichtigkeit hat gefehlt

Joachim Löw ... 

... über die Stimmung in der Mannschaft: "Niemand ist in der Lage,was zu sagen. Wir müssen jetzt schauen, dass wir das annehmen. Zu erklären ist schwierig. Wir haben es nicht verdient, weiterzukommen. Wir haben es nicht geschafft, ein Tor zu erzielen und in Führung zu gehen. Das hat sich das ganze Turnier so durchgezogen."

... über die Ursachen für das frühe Ausscheiden: "Der Mannschaft hat irgendwie die Leichtigkeit gefehlt. Unsere Kombinationsfluss und unsere Sicherheit waren nicht vorhanden.

Wir haben es nicht auf den Platz gebracht, waren verkrampft, konnten keine Dynamik erreichen, um den Gegner zu vielen fehlern zu zwingen. Die letzte Konsequenz und Entschlossenheit im Abschluss waren nicht da."

DFB-Boss Grindel stärkt Löw den Rücken

... über das große Selbstvertrauen im DFB-Team: "Es ist wahnsinnig schwer, solch einen großen Erfolg gleich wieder zu wiederholen. Gewisse Selbstherrlichkeit vor dem Mexiko-Spiel, die dann bestraft worden ist."

... über seinen möglichen Rücktritt: "Ich bin geschockt, dass wir es nicht geschafft haben, gegen Südkorea zu gewinnen und sogar verloren haben. Ich muss mich sammeln, bin maßlos enttäuscht. Darüber müssen wir in Ruhe sprechen. Natürlich brauche ich jetzt ein paar Stunden."

Reinhard Grindel ...

... zur Zukunft von Joachim Löw: "Wir wussten, dass es nach der WM einen Umbruch geben würde, egal, wie es ausgeht. Wir haben uns gefragt: Wem trauen wir das zu? Wir trauen Joachim Löw das zu. Die Meinung gilt für mich nach wie vor. Ich habe bis jetzt von keinem Präsidiumsmitglied gehört, dass es das anders sieht."

Krachend durchgefallen: Die Einzelkritik-Noten für die DFB-Elf

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