WM 2018: Sorge um James Rodriguez vom FC Bayern - Verletzung an Wade

Kolumbien bangt vor dem Achtelfinale gegen England um Bayerns James. "Wir müssen abwarten und hoffen", sagt Trainer Pekerman.
| AZ/sid
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Moskau - Das Goldköpfchen lässt ganz Kolumbien träumen, aber der Goldfuß bereitet große Sorgen: Obwohl Abwehr-Riese Yerry Mina sein Team wieder mal mit seinem Eisenschädel gerettet und ins Achtelfinale der WM gegen England geköpft hatte, war die Freude der Cafeteros und der "Gelben Wand" im Stadion von Samara seltsam getrübt.

Die erneute Verletzung von Ausnahmekönner James war ganz klar ein Stimmungskiller - und könnte sich zur WM-Depression ausweiten.

"Alles, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich extrem besorgt bin", sagte Kolumbiens Nationaltrainer Jose Pekerman nach dem glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Senegal: "Das ist eine harte Situation für mein Team, so ein Thema kann alles andere überschatten."

James-Einsatz gegen England steht auf der Kippe

Pekerman wollte in seiner ersten Reaktion nicht genauer auf die Verletzung eingehen, die den bis dahin blassen Offensivstar von Bayern München bereits in der 31. Minute zur Auswechslung gezwungen hatte. Es wird vermutet, dass bei James die Wadenprobleme, die ihn schon vor dem WM-Start zu schaffen gemacht hatten, erneut aufgetreten sind.

Laut kolumbianischen Medien will der Verband in dieser Sache erst am Samstag etwas offiziell verkünden, weil die Ärzte erst nach 48 Stunden eine Diagnose fällen würden. Ein James-Einsatz im K.o.-Duell gegen England am Dienstag (20.00 Uhr MESZ) sei aber höchst fraglich. "Wir müssen abwarten und hoffen, dass wir gute Nachrichten bekommen", sagte Pekerman. Ohne James wird es gegen die Three Lions schwer, das weiß auch Pekerman: "England hat ein junges Team mit viel individueller Qualität."

Bei Kolumbien ragt James dagegen etwas heraus - wenn er denn wie beim 3:0 im zweiten Spiel gegen Polen fit ist. An seiner Seite blühen auch Mitspieler wie Juan Quintero auf, deshalb ist die Sorge vor einem Ausfall riesengroß. Kolumbien hat jetzt also auch eine "Wade der Nation", so wie Deutschland mit Michael Ballack bei der Heim-WM 2006.

Mina schwingt sich zum "Engel" auf

Kolumbien hat aber auch einen "Engel, der vom Himmel fällt, genau an die richtige Stelle, um ein Wunder zu vollführen". Geschrieben hat das die Zeitung "El Tiempo", und gemeint war Matchwinner Mina. Wie der 1,95-m-Hüne gegen Senegal nach einer Ecke den Ball mit dem Kopf ins Tor wuchtete (74.), war beeindruckend und verzückte die 20.000 in gelb gekleideten Kolumbien-Fans. Schon gegen Polen hatte der Abwehrspieler per Kopf getroffen.

Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen dürften sich über die Tore und guten Leistungen des 23-Jährigen nicht unbedingt freuen, denn sie treiben den Preis nach oben. Beide Bundesligisten sollen an dem Innenverteidiger, der sich beim FC Barcelona in seinem ersten halben Jahr gegen die Konkurrenten Gerard Piqué und Samuel Umtiti nicht durchsetzen konnte, interessiert sein.

Doch auch die finanzstarken Klubs aus England sind auf den baumlangen Basketballfan längst aufmerksam geworden. Bei Barca besitzt Mina im Vertrag eine Ausstiegsklausel von 100 Millionen Euro.

Der streng gläubige Christ weiß aber, dass für den Erfolg Kolumbiens ein anderer Spieler wichtiger ist. "Es ist schlimm, dass James so früh den Platz verlassen musste", sagte Mina: "Wir sind traurig darüber."

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