Joachim Löw muss nach Scheitern bei WM 2018 seinen Rücktritt erklären!

Nach dem Debakel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2018 in Russland schließt Joachim Löw einen Rücktritt nicht aus. Es wäre die einzig logische Konsequenz für den Bundestrainer. Ein Kommentar.
| Patrick Mayer
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Maßlos gescheitert: Joachim Löw bei der Fußball-WM 2018.
imago/Photosport Maßlos gescheitert: Joachim Löw bei der Fußball-WM 2018.

Joachim Löw galt lange als Experte darin, Missstände auch mal klein zu reden. Doch das, was bei der WM 2018 mit dem DFB-Team passiert ist, lässt sich nicht mehr kleinreden.

Der Weltmeister, der Titelverteidiger ist ausgeschieden, sang- und klanglos, regelrecht peinlich im Auftreten. Und das hat zuallererst der Bundestrainer zu verantworten. Nach dem mehr als blamablen 0:2 gegen die allenfalls zweitklassigen Südkoreaner sprach Löw im "ZDF" von einer "gewissen Selbstherrlichkeit" nach der Mexiko-Pleite.

Joachim Löw sah sich als unangreifbar

Selbstherrlich wirkte in seinen bislang zwölf Jahren Amtszeit mitunter auch, mit Verlaub, er selbst, immer dann, wenn der 58-Jährige für seinen Führungsstil, Personalien oder schlicht auch mal für seinen Fußball kritisiert wurde. In Kasan war nicht mehr viel übrig von dieser Persönlichkeit, von dieser Ausstrahlung mit der er Deutschland vier Jahre zuvor zum WM-Titel geführt hatte.

Internationale Pressestimmen zum WM-Aus:

"Ich bin geschockt, dass wir es nicht geschafft haben, gegen Südkorea zu gewinnen und sogar verloren haben", sagte der einstige Weltmeistermacher auf der Pressekonferenz. Geschockt war wohl so mancher deutsche Fußball-Fan, dass der Bundestrainer während der Fußball-WM 2018 nie eine Lösung auf die offensichtliche Verunsicherung seiner Mannschaft fand und auch im Coaching Schwächen zeigte.

Joachim Löw muss die Verantwortung übernehmen

"Ich muss mich sammeln, bin maßlos enttäuscht. Darüber müssen wir in Ruhe sprechen. Natürlich brauche ich jetzt ein paar Stunden", meinte Löw weiter, schloss einen Rücktritt auch auf Nachfrage im "ZDF" nicht aus.

Die wichtigste Erkenntnis des völlig gebrauchten Abends ist vielleicht, dass auch der Bundestrainer nicht unantastbar ist. Nach diesem letztlich vorhersehbaren Debakel sollte er nun den Mut aufbringen. Den Mut, die Verantwortung für die historische Blamage auf sich zu nehmen und von seinem Posten zurückzutreten!

Lesen Sie hier: Nach WM-Blamage: Hummels deutet Streit in DFB-Team an

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