FC Bayern: Nach WM-Debakel: Manuel Neuer erklärt seine Mitschuld

Fußball-Deutschland steht nach katastrophalen Aus bei der Fußball-WM 2018 in Russland weiter unter Schock. Kapitän Manuel Neuer vom FC Bayern spricht dem DFB-Team nun schonungslos ab, eine Mannschaft gewesen zu sein. Immerhin: Einen Rücktritt schließt der Weltmeister von 2014 kategorisch aus.
| Patrick Mayer
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Völlig bedient: Manuel Neuer und das DFB-Team nach dem Aus bei der Fußball-WM 2018.
firo/Augenklick Völlig bedient: Manuel Neuer und das DFB-Team nach dem Aus bei der Fußball-WM 2018.

München/Kasan - Unmittelbar nach dem Fiasko der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2018 erklärte Keeper Manuel Neuer, Verantwortung übernehmen zu wollen.

Für das, was unmöglich schien. Für das, was Fußball-Deutschland in Schockstarre versetzte: das erste Aus bei einer WM-Vorrunde überhaupt. Der Weltmeister (von 2014) vom FC Bayern ließ prompt Taten folgen, stellte sich einem (vergleichsweise kritischen) Interview auf der DFB-Homepage. Krisenmanagement mit dem Kapitän, sozusagen.

Manuel Neuer kritisiert Kollegen scharf

"Man hat nicht gemerkt, dass hier eine Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft auf dem Platz steht, vor der man richtig großen Respekt hat. Jeder Gegner, egal ob das Mexiko, Schweden oder jetzt Südkorea war, hat auf unsere Fehler gewartet. Sie wussten, dass sie ihre Chancen und Möglichkeiten bekommen. In den vergangenen Turnieren, egal ob bei Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften, hatten wir das nie so gehabt", meinte der 32-Jährige offen und ehrlich: "Wir haben in den drei Spielen ein schlechtes Bild abgegeben. Warum das so gekommen ist, kann ich nicht beantworten. Wir müssen uns in die Verantwortung nehmen. Wir haben's verbockt, wir haben's gemeinsam verbockt."

Er habe es noch nie bei einer deutschen Mannschaft erlebt, "dass wir so eine Leistung zeigen und wirklich in der Vorrunde in dieser Gruppe ausscheiden", erklärte der Torwart weiter.

Manuel Neuer spricht über eigene Verantwortung

Immerhin: Der Bayern-Star sprach sich eine Mitschuld nicht ab. "Ich habe immer versucht, Verantwortung zu übernehmen. Ich habe versucht, alle Spieler und die ganze Mannschaft mitzunehmen und auch zu motivieren, in der Kabine, im Training und auch auf dem Platz", meinte er. "Aber natürlich gehöre ich mit dazu, und ich bin hier mitverantwortlich." Der Routinier gab damit unumwunden zu, in seiner Funktion als Führungsspieler (zumindest teilweise) gescheitert zu sein. 

Mit seinen DFB-Kollegen ging er ferner hart ins Gericht. "Im Umschaltspiel, sowohl nach vorne wie nach hinten, das war alles zu lethargisch. Wir waren zu langsam, wir konnten nie einem Gegner richtig wehtun. Das hatte uns eigentlich immer ausgezeichnet, gerade die Pässe in die Räume, in die Schnittstellen. Und das haben wir hier nicht erlebt", sagte er.

Bayern-Star an Gegentor mitverantwortlich

Dass er das 0:2 gegen Südkorea mitzuverantworten hat, verneinte der Weltstar ebenso nicht. "Ich meine, wir haben die 96. Minute, liegen 0:1 zurück. Wir haben noch dran geglaubt", erklärte er. "Eigentlich wollte ich die Flanke reinbringen, den Fehler muss ich mir ankreiden."

Lesen Sie auch: AZ-Kommentar: Joachim Löw muss seinen Rücktritt erklären - jetzt!

Im Video: Die Bayerische WM-Analyse zum Debakel des DFB-Teams

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