Thomas Berthold: "Frankreich macht's"

Thomas Berthold erklärt vor dem Achtelfinale seine Top 16 fürs Turnier – und glaubt an einen Triumph der Gastgeber. Vom DFB-Team ist er wenig beeindruckt: „EM-titelreif ist Deutschland nicht“
| J. Buhl, M. Koch
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Die Vorrunde ist vorbei. Doch damit geht die Europameisterschaft in Frankreich jetzt erst so richtig los. In der K.o.-Runde geht es nun um Alles oder Nichts. Und gleich im Achtelfinale kommt es zum ersten Duell zweier Topfavoriten: Spanien trifft auf Italien. Auch Kroatien gegen Portugal hat es in sich. Wer hat das Zeug zum Champion? Und wie stehen die Chancen der deutschen Elf? Die AZ macht mit 1990-Weltmeister Thomas Berthold den Check.

1 Frankreich: Der Heimvorteil ist ein wichtiger Faktor. „Mich überzeugt aber vor allem das Gesamtpaket, die Optionen, die das Team hat“, sagt Berthold und glaubt an den Titelgewinn: „Frankreich macht’s. Die Athletik, die sie bislang gezeigt haben, war die beste von allen Teams.“ Mit Dimitri Payet hat man einen der Stars dieser EM in seinen Reihen. Zudem meint es der Spielplan gut mit dem Gastgeber: Im Achtelfinale heißt der Gegner Irland, im Viertelfinale wohl England.

2 Spanien: Der Titelverteidiger verspielte gegen Kroatien (1:2) den Gruppensieg, muss nun gegen Italien ran. Auf dem Weg ins Finale müssten die Spanier wohl Deutschland und Frankreich ausschalten. „Eine ballsichere Mannschaft mit viel Tempo und Technik“, sagt Berthold, „und vorne haben sie mit Álvaro Morata einen der zur Zeit besten Stürmer.“

3 Kroatien: Auch für jedes Topteam sind sie unangenehm zu spielen. Und nach dem Sieg in der Gruppe gegen Spanien plötzlich selbst Titelkandidat! „Vielleicht wird das eine goldene Generation“, glaubt Berthold, der das Team aufgrund seiner „sehr schnellen, dynamischen Spieler“, so hoch einstuft: „Mit Modric und Rakitic haben sie ein spielstarkes Zentrum wie kaum eine andere Mannschaft.“ 4 Italien: „Sie haben als Mannschaft einen sehr starken Eindruck hinterlassen, spielen sehr effizient“, sagt Berthold über das älteste Team (31,5 Jahre) der EM-Historie. „Im Fußball gibt es eben nicht alt oder jung, sondern nur gut oder schlecht.“

5 Deutschland: Noch ohne Gegentor. „Das Dreieck mit Neuer, Boateng, Hummels ist top“, sagt Berthold. Bei den Außenverteidigern vermisst er den „Zug nach vorne“. Vor allem auf den Außenbahnen sieht er „viele Probleme. Andere Nationen haben ganz einfach andere Spieler“. Berthold: „EM-titelreif ist Deutschland deshalb bislang nicht für mich.“ Nach dem Achtelfinale gegen die Slowakei hießen die nächsten Gegner Spanien oder Italien und dann wohl Frankreich.

6 England: „Eine Mannschaft mit jungen, interessanten Spielern, die vor allem Tempo haben“, sagt Berthold: „Die Außenverteidiger marschieren hoch und runter, haben auch vorne viele Aktionen.“ Ausgerechnet Wales schnappte dem britischen Nachbarn Platz eins in der Gruppe weg. Jetzt geht’s gegen Island. Und danach möglicherweise gegen den Gastgeber.

7 Belgien: Der Geheimfavorit verpatzte den Start beim 0:2 gegen Italien, zeigte aber beim 3:0 gegen Irland, wozu er fähig ist. Die Offensive um Eden Hazard lobt auch Berthold, genau wie den „Weltklasse-Torwart“ Thibaut Courtois. „De Bruyne war bislang relativ unauffällig. Potenzial hat die Mannschaft aber definitiv.“ Im Achtelfinale geht’s gegen Ungarn. Knifflig wird es im Halbfinale. Gegen Kroatien?

8 Wales: Eines der Überraschungsteams. „Eine geschlossene Mannschaft mit ihrem Superstar Gareth Bale, der sich sehr gut einordnet“, sagt Berthold: „Auf Wales muss man aufpassen.“ Als Gruppenerster auf der leichteren Spielplanseite gelandet, dort geht’s gegen Nordirland. Eine „bisher herausragende Leistung“ attestiert Berthold Bale, der in allen drei Spielen ein Tor erzielte: „Er hat Ronaldo bislang in den Schatten gestellt.“

9 Portugal: Mit drei Unentschieden ins Achtelfinale eingezogen. Mit zwei Treffern sicherte Ronaldo das 3:3 gegen Ungarn. „Defensiv sind sie nicht stabil“, sagt Berthold, „dass Carvalho schon 38 ist, merkt man dann doch“. Als Gruppendritter müssen die Iberer gegen Kroatien ran.

10 Polen: Neben Deutschland das einzige Team ohne Gegentor. Problem: Kapitän Robert Lewandowski erzielte bislang noch kein Tor „und spielt auch ansonsten bislang sehr unauffällig“, wie Berthold findet: „Wenn man zu den Top-Drei-Stürmern der Welt gehören will, muss man anders auftreten.“ Trotzdem: „Gegen die Schweiz sehe ich die Polen stärker.“

11 Schweiz: Ungeschlagen, aber wenig überzeugend in die K.o.-Runde eingezogen. „In der Weltklasse“, in der sich Spieler wie Granit Xhaka (für 43 Mio. von Gladbach zu Arsenal) wähnen, „sehe ich die nicht“, sagt Berthold.

 

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12 Ungarn: „Vielleicht die größte Überraschung des Turniers“, sagt Berthold: „Sie haben viel Mumm und Charakter gezeigt.“ Als ungeschlagener Gruppensieger steht das Team von Chefcoach Bernd Storck und Co-Trainer Andi Möller im Achtelfinale gegen Belgien. „Die lieben diese Underdog-Rolle und werden sich da reinbeißen.“

13 Island: Der EM-Debütant ist noch unbesiegt. „Die Isländer sind laufstark, diszipliniert und stehen hinten kompakt“, sagt Berthold: „Da muss man erst mal einen Schlüssel finden, um die zu knacken.“ England versucht es als nächstes.

14 Slowakei: Der deutsche Achtelfinalgegner besiegte den Weltmeister im EM-Test mit 3:1. Auch Irokesen-Superstar Marek Hamsík traf. Berthold: „Ein unangenehmer Gegner.“

 

15 Irland: Kommt jeder weiter? „Es gab auch einige Enttäuschungen, wie Schweden, Österreich, die Türkei“, sagt Berthold. Die Iren profitierten davon, dass Italien schon vorm Duell (1:0) Erster war.

16 Nordirland: Was die Stimmung angeht das beste Team der EM. Sportlich – nun ja. Einige Nordiren spielen in der 3. englischen Liga. Mit zwei Pleiten weiter.

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