Die Benders: Ein Zwilling ist genug

Wie einst beim TSV 1860 München: Beim DFB ist nur Platz für einen Bender. Lars bleibt im EM-Kader, Sven muss gehen
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Die Zwillinge Lars Bender (l) und Sven Bender knien 17.05.2012 im Stadion Andrea Corda in Abbiadori auf der italienischen Insel Sardinien während des Trainings der deutschen Nationalmannschaft. Sven Bender wurde von Bundestrainer Löw aus dem vorläufigen EM-Kader gestrichen.
dpa Die Zwillinge Lars Bender (l) und Sven Bender knien 17.05.2012 im Stadion Andrea Corda in Abbiadori auf der italienischen Insel Sardinien während des Trainings der deutschen Nationalmannschaft. Sven Bender wurde von Bundestrainer Löw aus dem vorläufigen EM-Kader gestrichen.

Wie einst beim TSV 1860 München: Beim DFB ist nur Platz für einen Bender. Lars bleibt, Sven muss gehen.

Tourrettes - Am Ende ging es Joachim Löw auch nicht anders als Walter Schachner, Marco Kurz und Ewald Lienen. Die drei letztgenannten Übungsleiter hatten während ihrer Zeit beim TSV 1860 die Ehre, in Lars und Sven Bender die zwei wohl hochveranlagtesten Spieler der Klubgeschichte gemeinsam betreuen zu dürfen. Und wie Löw jetzt, scheiterten auch die früheren Löwentrainer immer wieder an der Aufgabe, beide Bender-Zwillinge ins Team zu integrieren. Zu gleich sind die Talente, zu gleich die Spielanlage der gebürtigen Brannenburger.

Auch Löw hatte dieses Problem mit den Zwillingen – und löste es wie einst die Löwen-Trainer: Er riss die Zwillinge auseinander, schickte einen der beiden nach Hause. Nun ist Lars Bender, dem der Bundestrainer für die EM den Vorzug gegeben hat vor Sven, eingeplant für den Gipfelsturm in Polen und der Ukraine – freilich nicht als Stammspieler. Dafür ist er mit seinen 23 Jahren im Vergleich zu Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira, Toni Kroos und Co. noch zu jung und unerfahren. Doch wie wichtig Löw Leverkusens Bender für seinen Kader erachtet, machte er am Dienstag klar. „Die Qualität von Lars ist eindeutig die Balleroberung. Und vielleicht benötige ich beim Turnier mal in bestimmten Spielen und bestimmten Situationen einen solchen Typen, dem ich sagen kann, dass er nur die Kreise eines gewissen Gegenspielers stören soll, der giftig in die Zweikämpfe gehen soll”, sagte Löw und fügte hinzu: „Vielleicht benötige ich einen solchen Spieler, nicht zwei.” Die Benders sind Löw schlicht zu defensiv.

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Zwar betonte der Bundestrainer, dass nur Nuancen den Ausschlag gegeben hätten für Lars’ Nominierung und Sven in Zukunft alle Chancen hätte, wieder nominiert zu werden. Der Dortmunder hätte, genauso wie die auch nach Hause geschickten Draxler und ter Stegen, „die Tür zur Nationalmannschaft weit aufgestoßen. Sven ist ein Gewinnertyp”. Doch sollte nicht einer der beiden Benders zum Verteidiger oder offensiven Mittelfeldspieler umschulen, wird es wohl auch nach der EM beim DFB heißen: Ein Zwilling bleibt außen vor. 

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