1:1 gegen Saudi-Arabien: Uruguay mit Stotter-Start bei WM

Die Uruguayer spielen zum Auftakt gegen Saudi-Arabien nur remis - was auch für den Startrainer ein Problem werden dürfte. Immerhin belohnt Maxi Araujo die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.
dpa |
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Das Spiel zwischen Uruguay und Saudi-Arabien war hart umkämpft.
Das Spiel zwischen Uruguay und Saudi-Arabien war hart umkämpft. © Rebecca Blackwell/AP/dpa

Nach Spanien hat auch Uruguay als zweiter Favorit der Gruppe H einen Stotter-Start in die Fußball-WM hingelegt. Der zweimalige Weltmeister musste sich in seinem Auftaktspiel in Miami gegen Saudi-Arabien mit einem 1:1 (0:1) zufriedengeben. 

Maxi Araujo (80. Minute) rettete mit seinem Ausgleichstreffer der nach dem Seitenwechsel drückend überlegenen La Celeste zumindest einen Punkt. Die Kritik an Startrainer Marcelo Bielsa dürfte angesichts der in der ersten Halbzeit schwachen Leistung dennoch zunehmen.

Bielsa vermisste in der ersten Hälfte fast alles

"Heute hätten wir gewinnen müssen, wir haben es nicht gemacht", sagte Bielsa, der vor allem mit dem Auftritt in den ersten 45 Minuten unzufrieden war: "In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft nicht mit Tempo gespielt, keine Fehler provoziert, keine Tiefe gehabt." Aus der mangelhaften Chancenauswertung in der zweiten Hälfte wollte der Argentinier seiner Mannschaft aber keinen großen Vorwurf machen. "Das ist Teil des Spiel", sagte der 70-Jährige.

Abdulelah Al-Amri bejubelt sein Tor zum 1:0
Abdulelah Al-Amri bejubelt sein Tor zum 1:0 © Marta Lavandier/AP/dpa

Abdulelah Al-Amri (41.) hatte Saudi-Arabien in Führung gebracht und Hoffnungen auf einen zweiten Coup nach dem Sensations-Sieg bei der WM 2022 gegen den späteren Weltmeister Argentinien gemacht. Mit dem Remis ist für das Team des griechischen Trainers Georgios Donis nach dem ersten Spieltag noch alles möglich. Zuvor hatte Spanien gegen Außenseiter Kap Verde nur 0:0 gespielt. 

Valverde kaum im Spiel, Nunez noch weniger

Für Uruguays Starspieler Fede Valverde hatte sich Trainer Bielsa eine besondere Rolle ausgedacht: Der Profi von Real Madrid sollte über die ganz rechte Mittelfeldseite offensiv für Akzente sorgen. Doch schon früh zog es ihn öfter in die Mitte, weil er außen wenig ins Spiel eingebunden war. 

Uruguay Nationaltrainer Marcelo Bielsa verfolgte das Spiel meist auf einer Kühlbox sitzend.
Uruguay Nationaltrainer Marcelo Bielsa verfolgte das Spiel meist auf einer Kühlbox sitzend. © Lynne Sladky/AP/dpa

Noch weniger Ballkontakte hatte der ehemalige Liverpool-Stürmer Darwin Nunez, der auf Clubebene inzwischen im Land des Gegners bei Al-Hilal unter Vertrag steht. Das Spiel war zunächst schleppend, angesichts der Temperatur von 30 Grad schienen die Spieler mit ihren Kräften haushalten zu wollen.

Muslera erst stark, dann mit Patzer

Die Saudis um Schlüsselspieler Salem Al-Dawsari wurden für ihre erste Drangphase kurz vor der Pause belohnt: Uruguays Torhüter Fernando Muslera, der bei seiner fünften WM dabei ist, war bei der ersten Chance von Al-Amri (37.) mit einem Superreflex noch zur Stelle. 

Doch kurz danach ließ er einen Kopfballaufsetzer nach vorn abklatschen. Al-Amri nutzte den Patzer und spitzelte den Ball ins Netz. Musleras Gegenüber Mohammed Al-Owais hatte acht Minuten zuvor bei einem Flugkopfball von Federico Vinas sein Können unter Beweis gestellt.

Bielsa reagierte mit einem Doppelwechsel zur Halbzeit. Vinas und Nunez blieben in der Kabine. Uruguay spielte nun deutlich druckvoller und hatte bei einem Pfostenschuss von Manuel Ugarte nach einer Stunde Pech. Saudi-Arabien kam angesichts des Dauerdrucks nur noch selten in die gegnerische Hälfte. Der Ausgleichstreffer war daher fast zwangsläufig.

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