1. FC Nürnberg siegt mit «Unterbrechung»

Ausgerechnet gegen die Franken reißt die positive Serie der Eintracht aus Frankfurt. Trotz einer 1:0-Führung schlichen die Hessen als Verlierer vom Platz, wegen Zuschauerausschreitungen musste die Partie für 20 Minuten unterbrochen werden.
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Nürnberger vor Frankfurter: Angelos Charisteas (v.) gegen Marco Russ
ap Nürnberger vor Frankfurter: Angelos Charisteas (v.) gegen Marco Russ

Ausgerechnet gegen die Franken reißt die positive Serie der Eintracht aus Frankfurt. Trotz einer 1:0-Führung schlichen die Hessen als Verlierer vom Platz, wegen Zuschauerausschreitungen musste die Partie für 20 Minuten unterbrochen werden.

Mit dem ersten Sieg unter Trainer Thomas von Heesen hat sich der 1. FC Nürnberg im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der «Club» gewann am Samstag bei Eintracht Frankfurt mit 3:1 (1:1) und feierte damit den ersten Erfolg nach zuletzt zehn Partien ohne Dreier. Angelos Charisteas (18.), Robert Vittek (49.) und Zvjezdan Misimovic (83.) erzielten in der mit 51.500 Zuschauern ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena die Treffer. Michael Fink hatte die Eintracht in der 3. Minute in Führung gebracht. Die Partie musste nach einer halben Stunde 20 Minuten unterbrochen werden, nachdem wiederholt Knall- und Feuerwerkskörper aus dem Nürnberger Fanblock in den Innenraum und auf das Spielfeld geflogen waren. Die Nürnberger zeigten beim Tabellensiebten eine couragierte Leistung und steckten zunächst auch den kurzfristigen Ausfall von Glauber weg. Der Brasilianer musste nach dem Aufwärmen wegen Leistenbeschwerden erst einmal passen, für ihn rückte der Australier Matthew Spiranovic in die Startelf. Zudem fehlten beim «Club» die gesperrten Andreas Wolf und Marco Engelhardt.

Charisteas statt Koller

Auch wegen der Ausfälle stimmte die Abstimmung in der neuformierten Gäste-Abwehr zunächst nicht. Bereits in der dritten Minute brachte Michael Fink die Frankfurter, bei denen Trainer Friedhelm Funkel den Brasilianer Caio erstmals von Beginn an brachte, in Führung. Nach schöner Flanke von Ioannis Amanantidis traf der Mittelfeldspieler per Volleyschuss. Nur fünf Minuten später streifte der Versuch des Tschechen Martin Fenin das Außennetz. Erst nach einer Viertelstunde erholte sich der «Club» vom frühen Rückstand und kam durch Ivan Saenko zur ersten Chance. Eine Minute später gelang dem für den zuletzt enttäuschenden Tschechen Jan Koller spielenden Charisteas auf Zuspiel von Misimovic der Ausgleich. Nach der 20 Minuten dauernden Spielunterbrechung drängten die Frankfurter zunächst auf die erneute Führung. Fink vergab aber in der 35. Minute aus aussichtsreicher Position.

Nikolovs Patzer

Auch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer eine zerfahrene Partie, in der die Gastgeber nicht an die zuletzt gezeigten guten Leistungen anknüpfen konnten. Nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte Robert Vittek das 2:1 für die Franken, die zuvor letztmals am 2. Spieltag bei Hansa Rostock (2:1) in der Fremde gewonnen hatten. Dem ersten Saisontreffer des Slowaken ging ein grober Fehler von Eintracht-Torhüter Oka Nikolov voraus, der den Ball nach einer Ecke nicht festhalten konnte. Die Eintracht versuchte in der Schlussphase zwar noch einmal alles, um zum Ausgleich zu kommen, der eingewechselte Evangelos Mantzios köpfte aber knapp über das Nürnberger Tor. Auf der Gegenseite hätte der kurz zuvor für Saenko gekommene Marek Mintal alles klar machen könnte, schlenzte den Ball aber an die Latte. Sieben Minute vor dem Ende machte dann der erneut starke Misimovic den ersten Nürnberger Sieg in Frankfurt seit 17 Jahren nach einem Konter perfekt. (dpa)

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