Fury vs. Wilder: Ein weiteres furioses Triple

Fury und Wilder treten in einem dritten Fight an. So wie einst Ali/Frazier und Holyfield/Bowe.
| Matthias Kerber
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare  0 Teilen
Eine Box- und Machtdemonstration: Tyson Fury (r.) knockt Deontay Wilder aus und holt sich so den Weltmeister-Titel.
Eine Box- und Machtdemonstration: Tyson Fury (r.) knockt Deontay Wilder aus und holt sich so den Weltmeister-Titel. © picture alliance/dpa/PA Wire

Las Vegas - Deontay Wilder ist es gewohnt, seine Gegner in Grund und Boden zu reden/schreien, sie mittels bodenloser Sprüche ("Mein Ziel ist es, im Ring einen Mann zu töten, es ist die einzige Möglichkeit, unbestraft zu killen") zu schocken. Doch in WBC-Weltmeister Tyson Fury hat der Amerikaner seinen Meister gefunden.

In WBC-Weltmeister Fury hat Wilder seinen Meister gefunden

Wann immer der Ex-Champion bei der Pressekonferenz etwas sagen wollte, drängte Fury ihn mit Wortsalven in die Defensive, deckte ihn ein – und ja, knockte ihn verbal aus. So, wie er es im Ring in beeindruckender Weise im zweiten Fight der beiden getan hat, die Erstauflage hatte in einem geschenkten (für Wilder) Remis geendet. "Was redest du überhaupt? Du bist Geschichte, vergessen. Ich werde den Boden mit dir wischen", tönte der ungeschlagene Fury, nachdem Wilder ihm vorgeworfen hatte, dass er im zweiten Fight die Handschuhe manipuliert hätte.

"Du bist ein Versager, ein Penner"

"Du suchst Ausreden. Dabei gibt es keine. Es gibt nur Erklärungen. Die sind einfach: Du bist ein Versager, ein Penner, eine Pussy, ein Stück Scheiße. Nach diesem Kampf wirst du wieder bei der Fast-Food-Kette arbeiten, bei der du zu Beginn deiner Karriere warst – und wo du hingehörst", polterte Fury, der 2015 die Schwergewichtsherrschaft von Wladimir Klitschko beendet hat.
hat.

Lesen Sie auch

In Las Vegas kommt es zum dritten Triell

In der Nacht auf Sonntag (4.45 Uhr/DAZN) kommt es in Las Vegas, das als Glitzermetropole die perfekte Bühne für den exzentrischen Fury ist, zum dritten Duell. Trilogien im Schwergewicht, da war stets für Spannung und Spitzenklasse gesorgt. Das war so bei Muhammad Ali gegen Ken Norton oder Ingemar Johansson gegen Floyd Patterson – und vor allem diesen Duellen..

1971 trafen Muhammad Ali und Joe Frazier erstmals aufeinander

Muhammad Ali – Joe Frazier: Am 8. März 1971 trafen Ali, dem von 1967 bis ‘70 die Boxlizenz entzogen war, weil er sich geweigert hatte, in den Vietnam-Krieg zu ziehen, und Frazier aufeinander. Beide waren ungeschlagen. Der Fight im Madison Square Garden ist als "Kampf des Jahrhunderts" in die Annalen eingegangen. Der Kampf wogte hin und her, in der 15. Runde musste Ali zu Boden. Am Ende siegte Frazier einstimmig nach Punkten.

Das Rematch fand am 28. Januar 1974 wieder in New York statt, konnte aber mit dem ersten Kampf nicht mithalten. Ali siegte in einer einstimmigen, aber umstrittenen Punktentscheidung. Wer war denn nun der Beste? Die Entscheidung musste im dritten Fight fallen.

"Ich war dem Tod noch nie so nahe"

Der "Thrilla in Manila" am 1. Oktober 1975 war einer der brutalsten Kämpfe aller Zeiten. Bei extremer Hitze und erdrückender Luftfeuchtigkeit fand der Fight statt. Vor der letzten Runde war Ali so fertig, dass er aufgeben wollte, doch in dem Moment sah er, dass Frazier seinerseits aufgab. "Ich war dem Tod noch nie so nahe wie in diesem Kampf", gestand Ali nach seinem Abbruchsieg.

Kampf zwischen Evander Holyfield – Riddick Bowe fand 1992 statt

Evander Holyfield – Riddick Bowe: Zwischen Weltmeister Holyfield und Bowe ging es am 13. November 1992 um die Titel der WBA, WBC und IBF.

Es wurde einer der spannendsten Fights der Box-Historie, am Ende siegte Bowe nach Punkten. Ein Jahr später der Rückkampf. Wieder ein unvergessener Fight, den Holyfield durch Mehrheitsentscheidung für sich entschied. In der siebten Runde landete zudem noch ein Fallschirmspringer im Ring, es gab gleich eine Massenschlägerei. Boxen eben. Der Entscheidungskampf, das letzte Kapitel genannt, stieg am 4. November 1995 – und wurde noch brutaler. In der sechsten Runde musste Bowe zu Boden, zwei Durchgänge später landete Holyfield dort. Er stand wieder auf, wurde dann von Bowe ausgeknockt. Box-Trilogien, sie sind voller Drama und aus dem Stoff, aus dem Legenden sind.   

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.