French Open: Keine Wildcard für Sharapova

Die French Open finden ohne Maria Sharapova statt. Die Macher des Turniers verweigerten der 15 Monate wegen Dopings gesperrten Russin eine Wildcard.  
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Schon um die Wildcards für Sharapova bei den Turnieren in Stuttgart, Madrid und Rom hatte es viele Diskussionen gegeben.
dpa Schon um die Wildcards für Sharapova bei den Turnieren in Stuttgart, Madrid und Rom hatte es viele Diskussionen gegeben.

Die French Open finden ohne Maria Sharapova statt. Die Macher des Turniers verweigerten der 15 Monate wegen Dopings gesperrten Russin eine Wildcard.

Paris - Die Veranstalter der French Open haben keine Gnade gekannt: Tennisstar Maria Sharapova bekommt keine Wildcard für das zweite Grand-Slam-Turnier der Saison. Die zweimalige Paris-Siegerin kann damit nicht an dem am 28. Mai beginnenden Spektakel im Stade Roland Garros teilnehmen.

Sharapova war 15 Monate gesperrt, nachdem sie bei den Australian Open 2016 positiv auf Meldonium getestet worden war. Für das WTA-Turnier in Stuttgart und die Veranstaltungen in Madrid in der vergangenen und Rom in dieser Woche hatte sie jeweils Wildcards erhalten.

Weil sie wegen der langen Pause bis zu ihrem Comeback nicht in der Weltrangliste geführt wurde, war sie auf das Wohlwollen Veranstalter angewiesen. Doch die Macher des Sandplatz-Klassikers in der französischen Hauptstadt hatten kein Erbarmen mit der ehemaligen Nummer eins der Welt.

"Sie wird sehr enttäuscht sein"

"Es kann eine Wildcard für die Rückkehr nach Verletzungen geben. Aber es kann keine Wildcard für eine Rückkehr nach Doping geben", stellte Bernard Giudicelli Ferrandini, Präsident des Französischen Tennis-Verbandes unmissverständlich klar. "Sie wird sehr enttäuscht sein, aber es ist meine Verantwortung, das Spiel zu schützen, und dass das Spiel ohne jeden Zweifel am Ergebnis gespielt wird", sagte Giudicelli Ferrandini weiter.

Maria Sharapova hatte sich nicht öffentlich zu ihren Chancen auf eine Wildcard für Paris geäußert. Insgeheim dürfte die Russin aber gehofft haben, zumindest für die Qualifikation eine Teilnahmeberechtigung zu bekommen. Doch selbst in dieser Hinsicht blieben die Organisatoren hart. Schon um die Wildcards für Sharapova bei den Turnieren in Stuttgart, Madrid und Rom hatte es viele Diskussionen gegeben.

Spielerinnen wie Caroline Wozniacki oder Eugenie Bouchard hatten die Praxis der Veranstalter kritisiert. Auch Angelique Kerber hatte sich zurückhaltend geäußert, zumal in Stuttgart Fed-Cup-Kollegin Julia Görges die Leidtragende war.

"Durch Siege mache ich Plätze gut"

Die French Open sind damit um eine weitere Attraktion ärmer. Auch die derzeit wegen ihrer Schwangerschaft pausierend Serena Williams und Roger Federer werden in Paris fehlen. Der Schweizer sagte seine Teilnahme ab und will sich voll auf die Rasensaison mit dem Höhepunkt Wimbledon konzentrieren.

Dann wird auch Maria Sharapova wieder dabei sein. Denn durch ihre bisherigen Ergebnisse in Stuttgart, Madrid und Rom hat sie sich auf jeden Fall schon einmal einen Platz in der Qualifikation in Wimbledon gesichert. Sollte sie beim derzeit laufenden Sandplatz-Turnier in Rom das Halbfinale erreichen, stünde sie sogar im Hauptfeld für Wimbledon.

"Durch Siege mache ich Plätze gut, wenn ich also das damit geschafft habe, nehme ich es gerne an", sagte die 30-Jährige. "Die Tatsache, dass ich zurück auf der Tour bin und jetzt drei Wochen am Stück spiele, fühlt sich großartig an."

In Rom aufgegeben

Beim Turnier in Rom ist Sharapova in der zweiten Runde ausgeschieden: Die Russin musste gegen Mirjana Lucic-Baroni aus Kroatien beim Stand von 4:6, 6:3, 2:1 wegen einer Verletzung aufgeben. Sharapova schien Probleme mit der Hüfte zu haben und hatte sich längere Zeit behandeln lassen, ehe sie sich entschied, die Partie nicht fortzusetzen. Im Falle eines Sieges hätte es in der nächsten Runde zu einem Duell mit Angelique Kerber kommen können.

Lesen Sie hier: Haas in Rom in Runde zwei

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