"Formel Schwarz": Bianchi ist das 32. Todesopfer

Mehr als 20 Jahre nach dem schwarzen Wochenende von Imola ist der Tod zurück in der Formel 1: Jules Bianchi ist das 32. Todesopfer in der Königsklasse des Motorsports. Die lange Liste der verunglückten Fahrer.
| SID, az
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Jules Bianchi ist an den Folgen seines Unfalls vom Oktober 2014 gestorben.
imago/AZ Jules Bianchi ist an den Folgen seines Unfalls vom Oktober 2014 gestorben.

Paris - Die Formel 1 beklagt durch den Tod des Franzosen Jules Bianchi erstmals seit über 21 Jahren wieder ein Todesopfer. Der 25-Jährige vom Team Marussia/ManorF1 erlag in der Nacht zum Samstag seinen schweren Verletzungen aus dem Rennen um den Großen Preis von Japan Anfang Oktober 2014 in Suzuka und verlor damit als 32. Pilot in der Königsklasse des Automobilsports sein Leben.

Vor Bianchi hatte zuletzt ein tödlicher Unfall in der Königsklasse den dreimaligen Weltmeister Ayrton Senna das Leben gekostet. Der Brasilianer starb am 1. Mai 1994 nach einem Crash beim Großen Preis von San Marino in Imola einen Tag nach dem tödlichen Trainingsunfall des Österreichers Roland Ratzenberger.

Die Liste der Formel-1-Todesopfer bei Rennen, Training und Testfahrten

1954: Onofre Marimom (Argentinien) auf dem Nürburgring (Training)
1957: Eugenio Castellotti (Italien) in Modena/Italien (Testfahrten)
1958: Luigi Musso (Italien) in Reims/Frankreich
1958: Peter Collins (Großbritannien) auf dem Nürburgring
1958: Stuart Lewis-Evans (Großbritannien) in Ain Diab/Marokko
1960: Chris Bristow (USA) in Spa/Belgien
1960: Alan Stacey (USA) in Spa/Belgien
1961: Giulio Cabianca (Italien) in Modena/Italien (Testfahrten)
1961: Wolfgang Graf Berghe von Trips (Deutschland) in Monza/Italien
1962: Ricardo Rodriguez (Mexiko) in Magdalena-Mixhuca/Mexiko (Training)
1964: Carel Godin de Beaufort (Niederlande) auf dem Nürburgring (Training)
1966: John Taylor (Großbritannien) auf dem Nürburgring
1967: Lorenzo Bandini (Italien) in Monte Carlo/Monaco (starb drei Tage später)
1967: Bob Anderson (Großbritannien) in Silverstone/Großbritannien (Testfahrten)
1968: Jo Schlesser (Frankreich) in Rouen/Frankreich
1970: Piers Corage (Großbritannien) in Zandvoort/Niederlande
1970: Jochen Rindt (Österreich) in Monza/Italien (Training)
1971: Joseph Siffert (Schweiz) in Brands Hatch/Großbritannien
1973: Francois Cevert (Frankreich) in Watkins Glen/Großbritannien (Training)
1973: Roger Williamson (Großbritannien) in Zandvoort/Niederlande
1974: Peter Revson (USA) in Kyalami/Südafrika (Testfahrten)
1974: Helmut Koinigg (Österreich) in Watkins Glen/Großbritannien
1975: Mark Donohue (USA) in Zeltweg/Österreich (Warm-Up)
1977: Tom Pryce (Großbritannien) in Kyalami/Südafrika
1978: Ronnie Peterson (Schweden) in Monza/Italien (starb einen Tag nach dem Rennen)
1980: Patrick Depailler (Frankreich) in Hockenheim (Testfahrten)
1982: Gilles Villeneuve (Kanada) in Zolder/Belgien (Training)
1982: Riccardo Paletti (Italien) in Montreal
1986: Elio de Angelis (Italien) in Le Castellet/Frankreich (Testfahrten)
1994: Roland Ratzenberger (Österreich) in Imola/Italien/San Marino
1994: Ayrton Senna (Brasilien) in Imola/Italien/San Marino
2014: Jules Bianchi (Frankreich) in Suzuka/Japan (starb rund neun Monate später am 17. Juli 2015)

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