Formel 1: Großer Preis von Portugal - heiter bis wolkig

Erstmals kommt die Formel 1 nach Portimao. Das Wetter und die unbekannte Strecke versprechen wieder mehr Spannung. Titel, Knatsch, Debakel: Die AZ hat die Aussichten auf das Renn-Wochenende.
| Johannes Schnabl
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Über der Strecke in Portimao braut sich was zusammen: Hamilton winken weitere Erfolge, Vettel droht ein weiteres Desaster.
Über der Strecke in Portimao braut sich was zusammen: Hamilton winken weitere Erfolge, Vettel droht ein weiteres Desaster. © Armando Franca/AP/dpa

Ein wenig Abwechslung ist in der Formel 1 ganz gerne gesehen. Rein sportlich ist mit der ungebrochenen Dominanz von Mercedes ja auch in diesem Jahr alles beim Alten geblieben. Wenn schon nicht auf dem Podium, sorgen die Wirrungen der Corona-Saison aber immerhin im Streckenkalender für mehr Vielfalt.

Formel 1 erstmals im Süden Portugals

Erstmals macht die Motorsport-Königsklasse am Wochenende Halt in Portimão an der malerischen Algarve-Küste. Für viele Piloten ist der hügelige Achterbahn-Kurs ganz im Süden Portugals noch Neuland. Die Strecke sei nicht mal im Simulatorprogramm der Formel 1 vorhanden, meinte Alfa-Romeo-Pilot Kimi Räikkönen.

Ob das unbekannte Terrain auch im Rennen am Sonntag (14.10/RTL und Sky) zu Überraschungen führt? Das Wetter könnte jedenfalls mit dazu beitragen, während am Samstag noch strahlender Sonnenschein angesagt ist, wird es am Sonntag stark bewölkt, Regenschauer sind wahrscheinlich.

Die AZ hat alle weiteren Aussichten aus und für Portimão.

Ebenfalls von heiter bis wolkig

Sonnige Aussichten: Zwei Wochen nachdem er den Siegrekord von Michael Schumacher eingestellt hat, könnte Lewis Hamilton in Portugal mit einem 92. Erfolg zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen. Einen Pokal gibt es dafür nicht, aber der Brite könnte sich mit seinem Mercedes-Team eine andere Trophäe sichern: die der Konstrukteurs-WM.

Lewis Hamilton mit Erfolgsaussichten

"Das ist eine unglaubliche Leistung", sagte Hamilton, der aber noch immer mit seiner Vertragsverlängerung beim Sterne-Team zögert. Bei noch fünf ausstehenden Rennen nach Portugal müssen die Silberpfeile am Sonntag 220 Punkte Vorsprung auf Red Bull haben - derzeit sind es 180. Mercedes braucht also mindestens Platz eins und drei, um eine Chance zu haben. Dann dürfte aber keiner der Red-Bull-Piloten punkten.

Donnerwetter: Trotz aller Erfolgsaussichten kam Hamilton mit mieser Laune nach Portimão. Der Grund: die Ernennung von Witali Petrow zum Steward für den portugiesischen Grand Prix. "In der Formel 1 sollten Leute arbeiten, die den Zeitgeist verstehen und offen sind für alles, was uns umgibt", sagte Hamilton: "Deshalb verstehe ich nicht, warum er in offizieller Funktion hier ist."

Witali Petrow in der Kritik

Ex-Fahrer Petrow hatte sich in einem Interview abfällig über die "We race as one"-Bewegung geäußert. Die Fahrer, so Petrow, "wollen jeden drängen, schwul zu werden, um dann bei einem Outing unter der Regenbogenflagge zu fahren". Zwischen den beiden könnte es am Wochenende noch ordentlich knistern.

Sebastian Vettel im Ferrari abgeschlagen

Trübe Aussichten: Fernab der Sonnenseite fährt derzeit Sebastian Vettel. Nur 2007 stand der viermalige Weltmeister noch schlechter da. Damals aber stieg der Hesse erst unter der Saison als Ersatzfahrer ein.

Platz 14 wurde es am Ende. Nach momentaner Punktevergabe hätte er 16 Punkte geholt - aus acht Rennen. Die Bilanz 2020: 17 Punkte aus elf Rennen. Dass in Portugal viele Zähler dazu kommen, ist unwahrscheinlich.

Lesen Sie auch

Sein Ferrari ist für die Strecke zu schwach - und Vettel in Gedanken schon beim zukünftigen Arbeitgeber Aston Martin.

Zwei deutsche Neulinge in der Formel 1?

Schwarz-Rot-Goldene Aussichten: Die Spekulationen rund um die Saison 2021 lassen deutsche Motorsport-Fans aufhorchen.

Nach dem angekündigten Abschied der beiden aktuellen Haas-Piloten Romain Grosjean und Kevin Magnussen zum Saisonende deutete Teamchef Günther Steiner an, möglicherweise mit zwei Neulingen weiterzumachen - einer davon könnte Ferrari-Junior Mick Schumacher sein. Die Zukunft des Schumi-Sprösslings in der Formel 1 gilt ohnehin als sicher. Und auch Nico Hülkenbergs Chancen auf ein dauerhaftes Comeback steigen durch die freigewordenen Plätze.

Mit Vettel, Schumacher und Hülkenberg könnten im kommenden Jahr somit wieder drei deutsche Piloten an den Start gehen - durchaus rosige Aussichten.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren