Flörsch vor Rallye-Debüt: "Habe schon immer gerne neue Herausforderungen angenommen"

Sophia Flörsch, Formel-E-Fahrerin von Neuling Opel, gibt Mitte August auch ihr Rallye-Debüt.
Dietmar Gessner |
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Sophia Flörsch testet im Ralley-Auto.
Sophia Flörsch testet im Ralley-Auto. © Bildagentur Kräling (Opel Motorsport)

Sophia Flörsch hat zur Saison 2026/27 beim neuen Formel-E-Team von Opel angeheuert, das dann ab Dezember diesen Jahres um WM-Punkte fahren wird. Aktuell testet die Münchnerin daher schon fleißig, schließlich ist Vollgas-E-Motorsport völlig neu für die 25-Jährige. 

Doch damit nicht genug. Am 14. und 15. August gibt Flörsch nun auch noch ihr Rallye-Debüt. Der ADAC Opel GSE Rally Cup trägt bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye rund um Illingen seinen vierten Saisonlauf aus – und Sophia Flörsch ist als Gaststarterin dabei. 

Flörsch: "Genau das macht diesen Einsatz für mich so spannend"

Opel lässt sie bei dem renommierten Rallye-Event ans Steuer des 281 PS starken Opel Mokka GSE. Der E-Antrieb ist eine Gemeinsamkeit der beiden Rennserien, aber ansonsten sind Rallye und Formel-Sport zwei völlig unterschiedliche Vollgas-Welten. 

"Ich habe schon immer gerne neue Herausforderungen angenommen – genau das macht diesen Einsatz für mich so spannend. Du musst deiner Co-Pilotin zu 100 Prozent vertrauen, dich an das Limit herantasten und mit absoluter Präzision fahren – denn Auslaufzonen wie auf der Rundstrecke gibt es hier nicht", sagt Flörsch. 

Flörsch testete drei Tage mit Beifahrerin Nina Spitaler

Das Zusammenspiel mit der Beifahrerin ist im Rallye-Sport elementar. Denn die Fahrbefehle – Tempo, Kurven, Bremsen – kommen von dort. Auch und gerade bei Streckenabschnitten, die nicht einsehbar sind. Das ist der gravierendste Unterschied zum Formel-Sport auf Rundkursen.

Sophia Flörsch testet mit Claire Schönborn in Pachfurth.
Sophia Flörsch testet mit Claire Schönborn in Pachfurth. © Bildagentur Kräling (Opel Motorsport)

Ihre Beifahrerin wird Nina Spitaler (29), die Österreicherin ist seit Jahren im Rallyesport aktiv. Drei Tage hat Sophia Flörsch mit ihr getestet. Trainiert wurde auf dem Gelände des ehemaligen Rallye-Weltmeisters Manfred Stohl im österreichischen Pachfurth. Gecoacht wurde Flörsch dabei von Claire Schönborn (26), die fest zum Rallye-Team von Opel gehört.

Opel-Teamchef: "Ich mag Sophias Mindset"

"Sophia hat sich im Training stark eingebracht, sehr präzise gearbeitet und schnell Vertrauen in die neuen Abläufe aufgebaut", sagt Jörg Schrott, Teamchef des Opel GSE Formula E Teams sowie Opel Motorsport-Chef und schiebt anerkennend hinterher: "Ich mag Sophias Mindset."

Nämlich ihren Mut, Neues zu wagen – und sich darauf zu fokussieren. Das ist im Falle von Sophia Flörsch auch deshalb besonders bemerkenswert, weil sie 2018 einen absoluten Horrorunfall erlitten hat. 

Beim Formel-3-Rennen in Macau war es zu einer Kollision gekommen, Flörsch erlitt eine Wirbelsäulenfraktur und mehrere Wirbelbrüche. Dennoch setzte sie ihre Motorsport-Laufbahn danach unbeirrt fort. Ihre Lehre aus dem Unfall: "Dadurch wird man schneller erwachsen."

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