Vladimir Lucic ist das Gesicht des FC Bayern Basketball

"Er ist der Sticker dieses Teams", sagt Trinchieri über Co-Kapitän Lucic.Dessen Vertrag läuft aus.
| Julian Buhl
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FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic nennt Vladimir Lucic  gerne den "Klebstoff", der die Mannschaft zusammenhält.
FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic nennt Vladimir Lucic gerne den "Klebstoff", der die Mannschaft zusammenhält. © sampics/Augenklick

München - Andrea Trinchieri streckte seine rechte Handfläche nach vorne. Mit der linken Hand tat er so, als würde er darauf einen Aufkleber befestigen. Gleichzeitig sagte der Trainer der Basketballer des FC Bayern: "Vladimir Lucic ist der Sticker dieses Teams, das Gesicht dieser Mannschaft."

In den USA nennen sie solche Vorzeigespieler der NBA-Klubs, wie es zum Beispiel Dirk Nowitzki für die Dallas Mavericks war, Franchise-Player. Einen solchen verkörpert Lucic zweifellos längst für die Münchner.

"Die Leute sollten glücklich sein, Lucic weiter hier zu sehen"

Dass er den Serben weiterhin in seinem Team hat, tröstet Trinchieri sogar über den Abschied seiner beiden Topstars Wade Baldwin und Jalen Reynolds hinweg. "Baldwin und Reynolds waren großartig, zwei Scoring-Maschinen", sagte der Italiener vor dem "Magentasport Cup", bei dem der FCBB am Samstag (18 Uhr) im Audi Dome zunächst auf Bologna trifft, "aber die Leute sollten glücklich sein, Lucic weiter hier zu sehen".

Der 32-Jährige hat schließlich gerade "die Saison seines Lebens" (Trinchieri) gespielt. Als erster Spieler eines deutschen Teams überhaupt hat es Lucic dabei als einer der fünf Besten ins "All-EuroLeague First Team" geschafft. Durchschnittlich erzielte er 10,2 Punkte in der europäischen

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Königsklasse, wurde zwei Mal zum MVP der Woche gewählt und war vor allem in der entscheidenden Phase der Spiele fast immer da, wenn er gebraucht wurde. Bayern stürmte so bis in die Playoffs.

"Er hat uns mit seiner Konstanz und Stabilität geholfen, das auf die Mannschaft zu übertragen", sagte Trinchieri, "er ist unser Anführer." Bisweilen nannte der Italiener seinen Co-Kapitän auch schon "unseren Che Guevara".

Nun bezeichnete er ihn als "die größte Hilfe, die ein Coach haben kann. Vom ersten Stretching in der Vorbereitung bis zum letzten, alles entscheidenden Playoff-Spiel mache der alles mit der gleichen Intensität. "Alles, was er tut, tut er mit 120 Prozent Einsatz", so Trinchieri, "das erlaubt es mir, das Level von allen anderen zu erhöhen."

Am Saisonende läuft sein Vertrag allerdings aus

Lucic versteht sich als absoluten Teamplayer. "Das ist meine Philosophie und die des Coaches. Da gibt es keinen Platz für den Einzelnen". FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic nennt ihn nicht umsonst gerne den "Klebstoff", der die Mannschaft zusammenhält. Das macht der 32-Jährige nun in seinem sechsten Jahr bei Bayern. Am Saisonende läuft sein Vertrag allerdings aus. "Das ist im Moment so weit weg, dass ich nicht mal daran denke", beteuerte Lucic. Seine Leistungen dürften aber auch den europäischen Topklubs nicht verborgen geblieben sein. Bayern wird wohl auch finanziell darum kämpfen müssen, dass Lucic auch weiterhin das Gesicht der Mannschaft prägen wird.

Nichts weniger hat er in der anstehenden Saison jedenfalls vor. "Ich arbeite weiter hart an meiner physischen Verfassung und versuche, wieder das gleiche Level und die Form wie letztes Jahr zu erreichen", sagte Lucic, "damit wir unsere erfolgreiche Saison möglichst wiederholen können."

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