Sensation mit Seele: Bayerns Basketballer verblüffen gegen Fenerbahce

Bayerns Basketballer lassen ihrem Coup bei Maccabi einen Sieg nach 21-Punkte-Rückstand bei Fenerbahce folgen. "Wir haben betrunken ausgesehen in der ersten Halbzeit", sagt Trainer Trinchierei.
| Julian Buhl
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Erlebt Bayerns-Comeback-Sieg auf der Verliererseite: Ex-Kapitän Barthel (l.) im Duell mit Thomas.
imago Erlebt Bayerns-Comeback-Sieg auf der Verliererseite: Ex-Kapitän Barthel (l.) im Duell mit Thomas.

Istanbul - Bevor die Basketballer des FC Bayern am Montag mal kurz durchatmen und das Erlebte einer aufregenden Woche ein wenig verarbeiten konnten, mussten sie am Sonntagabend noch mal ihre letzten Kräfte sammeln.

Da stand nämlich für den FCBB mit dem ersten Vorrundenspiel des Pokals gegen Bayreuth in Weißenfels noch das dritte Auswärtsspiel innerhalb von fünf Tagen an. Nach der Kür in der Euroleague - und den beiden sensationellen Siegen bei den Titelkandidaten Maccabi Tel Aviv (85:82) und Fenerbahce Istanbul (75:71) - galt es dabei, auch noch national die Pflicht erfolgreich zu erledigen.

Bayern wirkt gegen Fenerbahce zunächst müde

Dass Bayern nach dem Coup am Mittwoch in Tel Aviv am Freitag gleich einen weiteren und noch mal spektakuläreren folgen ließen, machte freilich auch die Verantwortlichen stolz. Dabei sah es bei Titel-Favorit Fenerbahce danach lange überhaupt nicht aus.

Die Münchner wirkten anfangs müde und waren dem türkischen Topklub, dem sich im Sommer auch Ex-Bayern-Kapitän Danilo Barthel (6 Punkte) angeschlossen hat, zunächst in allen Belangen unterlegen.

Bei einem 21-Punkte-Rückstand (18:39) schien das Spiel bereits entschieden. "Wir haben betrunken ausgesehen in der ersten Halbzeit und haben da sehr schlecht gespielt, das war blamabel", sagte Chefcoach Andrea Trinchieri hinterher.

In der Pause schaffte der forsche Italiener es aber, sein Team wieder auf Linie zu bringen. "Wir haben versucht, zu unser DNA zurückzufinden und die heißt: Defense, Defense, Defense."

Vladimir Lucic weiter in Top-Form

Vize-Kapitän Vladimir Lucic (18 Punkte) und Center Jalen Reynolds (17 Punkte/8 Rebounds) gingen dabei einmal mehr voran. Lucic, der schon in Tel Aviv mit 26 Zählern einen Karrierebestwert verzeichnete, wurde nach seiner Gala-Woche zum wertvollsten Spieler der gesamten Euroleague ausgezeichnet.

Beim Comeback-Sieg zeigte aber die gesamte Mannschaft, dass sie an sich glaubt - und nie aufgibt. Trinchieri formulierte das so: "Das Gute an dem Team, das ich coache, ist, dass es eine Seele hat."

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