Schlappe Bayern: Basketballer verlieren zum sechsten Mal

Der dritte Sieg in Folge war das Ziel, am Ende blieb ein Aufbäumen als positive Erkenntnis. Die personell dezimierten Basketballer des FC Bayern haben in der Euroleague wieder verloren, schon zum sechsten Mal.
| Ruben Stark
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In Bedrängnis: die Bayern um Kapitän Lucic gegen Olympiakos.
In Bedrängnis: die Bayern um Kapitän Lucic gegen Olympiakos. © sampics/AK

München - Es war vorbei, ehe es richtig angefangen hatte. Ein erstes Viertel, in dem Bayerns Basketballer dem favorisierten Gegner Olympiakos Piräus quasi nur zuschauten - und der dritte Sieg in der Euroleague in Folge war nur noch ein frommer Wunsch. "Das hat sich natürlich auf das gesamte Spiel ausgewirkt und uns das Spiel gekostet", sagte Coach Andrea Trinchieri. "Der Beginn war unser Hauptproblem", assistierte Ognjen Jaramaz.

Keine guten Voraussetzungen für ein Duell

Ja, die Münchner standen an diesem Donnerstagabend vor besonderen Problemen. Eine Erkältungswelle hatte zahlreiche Spieler kurzfristig flachgelegt, einige weitere spielten spürbar geschwächt. Wichtige Figuren wie Elias Harris oder Corey Walden zählten wie auch Paul Zipser (Prellung) zu den Ausfällen. Das waren alles andere als ideale Voraussetzungen für ein Duell mit einem europäischen Schwergewicht.

Doch dass man derart verkorkst loslegte, hätte trotzdem nicht sein müssen. 11:27 hieß es nach zehn gespielten Minuten. Was für eine Hypothek!

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Die Bayern steigerten sich zwar zusehends, kamen bis zu Pause auf sechs Punkte heran, doch nach dem dritten Abschnitt vergrößerte sich der Abstand wieder auf 13 Zähler. Mit einem nochmaligen Kraftakt näherte sich das Trinchieri-Team wieder bis auf vier Punkte mit vier ausstehenden Minuten. Doch die Griechen blieben cool. "Wir kamen zurück und hatten die Chance zu gewinnen", stellte Trinchieri fest, nannte die 71:82-Pleite aber "verdient".

Ein unbefriedigender Zustand

Ob nun dezimiert oder nicht: Die sechste Pleite im achten Spiel der europäischen Königsklasse brachte die gleichen Probleme zum Vorschein, die die Münchner seit Saisonbeginn begleiten. Nur in Ausnahmefällen gelang den Bayern bisher ein Spiel mit einer mehr oder weniger konstanten Leistung über die gesamten 40 Minuten. In der Regel gleichen die Auftritte einer Achterbahnfahrt. Bei den hohen (Titel-)Zielen des Klubs ist das auf der Dauer ein unbefriedigender Zustand.

Trinchieri entschloss sich diesmal, die Moral seiner Mannschaft zu loben, deren Top-Scorer Jaramaz (12 Punkte) war. "Wir hatten wenig Personal und haben in der zweiten Halbzeit gut gespielt. Deswegen schaue ich nicht auf die negativen Dinge, sondern auf die guten Sachen", sagte er.

Für das heutige Bundesligaspiel in Weißenfels beim Mitteldeutschen BC (18 Uhr) war keine personelle Entspannung zu erwarten, sondern davon auszugehen, dass sich ein Rumpfkader auf den Weg nach Sachsen-Anhalt machen wird. Zwei Talente aus dem ProB-Team sollten dazugehören. Für die Bayern gilt das Motto: Augen zu und durch. Erst beim französisch-monegassischen Auswärtsdoppel in der Euroleague am kommenden Mittwoch bei Villeurbanne (20 Uhr) und Freitag bei Monaco (19 Uhr) ist mit besseren Voraussetzungen für Coach Trinchieri zu rechnen. Und mit einer besseren Leistung.

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