Obst und Pesic als Erfolgsgaranten: Die Bayern-Basketballer lassen ihren Winter-Blues hinter sich

Nach dem jüngsten Erfolg über Baskonia Vitoria können die Bayern wieder auf die Play-offs der Euroleague schielen. "Alles ist möglich", sagt Matchwinner Andreas Obst.
Ruben Stark
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Bayern-Coach Svetislav Pesic hat die Münchner zuletzt wieder in die Spur gebracht.
Bayern-Coach Svetislav Pesic hat die Münchner zuletzt wieder in die Spur gebracht. © IMAGO/Markus Fischer

Wenn man die zurückliegende, eigentlich stade Zeit rund um Weihnachten und den Jahreswechsel für den FC Bayern Basketball als turbulent bezeichnet, dann ist das wahrlich nicht untertrieben. Doch nun, kurz nach dem Dreikönigstag, wenn der Betrieb allerorten wieder vollständig hochgefahren wird, stellt sich bei den Münchnern ausgerechnet die Ruhe ein. Und das ist in dem Fall gut so, denn es bedeutet, dass der deutsche Meister auf bestem Wege ist, seinen November-und-Dezember-Blues zu überwinden und endgültig die Trendwende zu vollziehen.

Andreas Obst als Zugmaschine

Welt- und Europameister Andreas Obst übernimmt dabei die Rolle der Zugmaschine, wie bei seiner Euroleague-Gala am Mittwoch gegen Baskonia Vitoria aus Spanien. Beim 96:89-Triumph sorgte der 29-Jährige mit 37 Zählern für einen persönlichen Punkterekord in der Königsklasse und gab damit zugleich das Signal zur Rückrunden-Aufholjagd. Denn noch glauben die Bayern an ihre kleine Restchance auf eine Teilnahme an den Play-Ins, für die sich der Tabellensiebte bis -zehnte der Euroleague qualifizieren. "Alles ist möglich", sagte Obst, fügte aber an: "Wir schauen erst einmal von Spiel zu Spiel, müssen uns als Mannschaft weiter finden und verbessern."

Dass aber diese Option überhaupt wieder auf den Tisch kommt, liegt auch an Svetislav Pesic. Der Trainer-Altmeister hat mit seinen 76 Jahren offensichtlich sofort an den richtigen Hebeln gezogen, seit er kurz vor Weihnachten auf Weltmeistercoach Gordon Herbert folgte und eine ungewisse Rettungsmission übernahm. So souverän der deutsche Primus seine Aufgaben in Bundesliga und Pokal erledigt hatte, auf der großen europäischen Bühne ging bis dahin zu viel schief. Unter Pesic hat der FCBB nun einen Januar-Auftakt mit zwei Siegen hingelegt und sich auf Platz 16 von 20 Teams verbessert, Rang zehn ist vier Erfolge entfernt. "Wir haben ein intensives Programm, aber die Jungs wollen alles geben, damit wir unser Standing in der Euroleague verbessern können", sagte der Serbe nach dem Baskonia-Erfolg, der dank eines 36-Punkte-Offensivspektakels im Schlussviertel gelang.

Herausforderung Olympiakos Piräus

Am Freitag geht es ohne den angeschlagenen Kapitän Vladimir Lucic schon in Griechenland mit dem Gastspiel beim Top-Team Olympiakos Piräus weiter, ein Sieg dort wäre trotz der jüngsten Steigerung eine dicke Überraschung. Gleichwohl wirken die Münchner einerseits gelöster, was zu mehr offensiver Kreativität führt, und andererseits defensiv stabiler und strukturierter.

Trainer-Altmeister Svetislav Pesic brachte die Bayern zuletzt wieder in die Spur.
Trainer-Altmeister Svetislav Pesic brachte die Bayern zuletzt wieder in die Spur. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Das gilt auch für Obst, der ob seiner Glanzleistung zum besten Akteur der vergangenen Euroleague-Spieltages gekürt wurde und den Pesic nicht nur wegen seiner gefürchteten Dreiertreffsicherheit schätzt, sondern auch wegen der Defensive: "Er übernimmt immer Verantwortung, das kann jeder sehen. Er ist für uns auch ein sehr wichtiger Spieler in der Verteidigung."

NBA-Attraktion Dinwiddie erweist sich als Missverständnis

Das war Spencer Dinwiddie nicht zwingend, und dies war neben den persönlichen Gründen (Krankheitsfall), die ihn zur Rückkehr in die USA bewegten, ein Grund, warum die Verpflichtung der NBA-Attraktion zum Missverständnis wurde. Seinen Platz im Kader hat nun der Nordmazedonier Neno Dimitrijevic eingenommen, ein Spieler, den Pesic dem Vernehmen nach sehr schätzt. Er debütierte gegen Baskonia und steuerte in 17 Spielminuten acht Punkte bei. "Ich wollte dem Team nur helfen", sagte er, "etwas Energie bringen. Hoffentlich wird das noch besser." Sollte Obst an seiner Seite weiter in Höchstform agieren, dürfte Dimitrijevic die nötige Zeit dazu bekommen.

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