Nach großem Europa-Abschied für Pesic wollen Bayern "die Saison stark beenden"

Emotionaler Abschied aus der Euroleague, klare Ansage für die Bundesliga: Trainerlegende Svetislav Pešić richtet nach der Ehrung in Barcelona den Fokus voll auf den BBL-Titel – und warnt den FC Bayern vor jedem Ausrutscher im Meisterrennen.
Ruben Stark
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Sichtlich bewegt: Bayern-Trainer Svetislav Pešić bei der Ehrung in Barcelona.
Sichtlich bewegt: Bayern-Trainer Svetislav Pešić bei der Ehrung in Barcelona. © IMAGO/Javier Borrego

Auch wenn er Barça in sein Herz geschlossen hat und der Euroleague-Abschied in Kataloniens Metropole für ihn hochemotional gewesen ist: Svetislav Pešić dachte schon kurz nach dem letzten Königsklassen-Einsatz seiner Trainerlaufbahn wieder an das, was er noch zu erledigen gedenkt, bis im Frühsommer mit dem Meisterpokal in den Händen tatsächlich ganz Schluss sein soll an der Seitenlinie.

"Jetzt geht es um die BBL und wir gehen als erstes nach Trier", sagte der Altmeister und machte klar: "Wir müssen gut regenerieren und das Spiel wie das wichtigste der Saison angehen." Pešić, der stets Pflichtbewusste.

FC Barcelona sagt "Gracias, Sveti!"

Zuvor war der 76 Jahre alte Serbe am Freitagabend unter langem Applaus des Publikums im Palau Blaugrana geehrt worden, erhielt vom FC Barcelona ein Porträtfoto mit dem Schriftzug "Gracias, Sveti!", wirkte sichtlich gerührt an der Stätte, wo er sich 2003 als Coach mit dem Triple aus Meisterschaft, Pokal, Euroleague-Triumph verewigt hatte. Die Illustration war das einzige Geschenk der Katalanen, das Spiel diktierten und gewannen sie mit 95:69 klar.

Aber am Montagabend (20 Uhr/Dyn) geht es für den FCBB beim Tabellensiebten eben schon wieder darum, die Ausgangslage für die Playoffs zu zementieren, die Tabellenführung in der Bundesliga und die Titelansprüche durch einen Ausrutscher nicht zu gefährden. "Wir haben große Hoffnungen in der BBL und wollen die Saison stark beenden", sagte Flügelspieler Isiaha Mike – und an Pešić liegt es, die Anleitung dafür zu liefern.

National den Titelanspruch untermauern, europäisch nur noch Zuschauer

Seit Pešić kurz vor Weihnachten den Weltmeistercoach Gordon Herbert (67) ablöste, hat sich manches zum Besseren gewendet bei den Münchnern, manche Fehlermuster aber verschwanden nicht gänzlich. Das war der Grund, weshalb die Bayern nicht mehr ernsthaft ins Euroleague-Rennen um die Playoffs ergreifen konnten. Eine Pešić-Bilanz von zwölf Siegen und neun Niederlagen sorgte zwar für Abschlussrang 13 und ein noch erträgliches Gesamtergebnis von 17 zu 21 über die Hauptrunde hinweg.

Ab Dienstag jedoch, wenn die Endrunde auf Europas größter Basketball-Bühne beginnt, ist der amtierende deutsche Meister dennoch nur Zuschauer. Weder die Heim- noch die Auswärtsbilanz hatten die nötige Top-Qualität, selbiges galt für die durchschnittliche Offensivausbeute. Nur in der Defensive trimmte Pešić, für den alles mit einer starken Verteidigungsarbeit beginnt, seine Mannschaft auf ein Playoff-taugliches Niveau.

Unterm Strich zu wenig für die Ansprüche des FC Bayern, der sich international den Top-Klubs weiter annähern möchte. Das jedoch ist eine Aufgabe für die nächste Saison – und für Pešićs Nachfolger.

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