Nach Eklat um Trainer Gavel: Bayern deklassieren Bamberg
Nach den gewaltigen Turbulenzen um seinen Wechsel hat Anton Gavel mit den Basketballern des FC Bayern seinen ehemaligen Verein Bamberg Baskets deutlich besiegt. Die Münchner dominierten den einstigen Serienmeister aus Franken beim 108:72 (55:28) und stellten damit direkt zum Saisonstart der Bundesliga ihre Vormachtstellung unter Beweis.
Der 41-jährige Gavel löste im Sommer mit seinem Wechselwunsch große Kontroversen aus. Bambergs Gesellschafter Michael Stoschek erklärte, er wolle deswegen nichts mehr mit Basketball zu tun haben. "Er ist der, der den Vertrag bricht. Er ist der, der mit der Spitzfindigkeit kommt, die ihm zugetragen wurde, dass die digitale Unterschrift mangels Bestätigung nicht gilt, und hat uns die Kündigung vorgelegt", sagte Stoschek damals.
27 Punkte Vorsprung zur Halbzeit
"Ich kann nur sagen, dass viele Aussagen und Unterstellungen so nicht stimmten", beteuerte Gavel in dieser Woche. Der Wechsel zum Branchenprimus kam schließlich doch zustande. Am Sonntag zeigte sich, was für ein Ensemble der ehemalige Top-Profi (bei Bayern und Bamberg) übernommen hat.
In Justinian Jessup (15 Zähler), Johannes Voigtmann (15), Andreas Obst (13), Miles Norris (13), Kamar Baldwin (12) und Oscar da Silva (10) erzielten gleich sechs Profis des Topfavoriten zweistellige Punktewerte.
Dank eines Vorsprungs von 27 Punkten war die Begegnung zur Halbzeit entschieden. In der Vorsaison hatte Bayern überraschenderweise die Finalserie mit 2:3 gegen Dauerrivale Alba Berlin verloren. "Es muss so sein, dass wir deutscher Meister werden!", hatte Bayern-Präsident Herbert Hainer vor dem Saisonstart gefordert.
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