Lucic ist für den Höhenflug in der Euroleague hauptverantwortlich

Bayerns Basketballer setzten ihren Höhenflug in der Euroleague fort. Der Vizekapitän Vladimir Lucic wird erneut Spieltags-MVP.
| Julian Buhl
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Aktuell in der Form seines Lebens: Bayerns Vizekapitän Vladimir Lucic.
Aktuell in der Form seines Lebens: Bayerns Vizekapitän Vladimir Lucic. © sampics/Augenklick

München - Der Traumstart der Basketballer des FC Bayern in der Euroleague nimmt nun also sogar schon überirdische Formen an. Und hauptverantwortlich ist dafür weiterhin er: Vladimir Lucic. "Das ist Lucics Welt, und wir alle leben gerade darin", war auf dem offiziellen Onlineportal der Euroleague zu lesen, nachdem der Vizekapitän sein Team beim 90:79 am Freitagabend gegen Valencia um Ex-Bayern-Star Derrick Williams zum nächsten Sieg gegen einen Titel-Favoriten geführt hatte.

Auch die Münchner selbst, die als Tabellenzweiter weiter in bislang unbekannten Sphären schweben, wähnten sich nach ihrem sechsten Saisonsieg in einer anderen Welt. Bei Twitter schrieb der FCBB: "Willkommen auf Planet Lucic." Mit 22 Punkten, von denen er elf im Schlussviertel erzielte, war der 31-Jährige gegen seinen Ex-Klub einmal mehr Topscorer und traf dabei 13 seiner insgesamt 16 Würfe. Der Serbe spielt weiterhin in der Form seines Lebens. "Die Zahlen sagen das zumindest.Ich treffe meine Würfe momentan hochprozentig", sagte Lucic erst kürzlich im AZ-Interview:"Ich weiß nicht, wie realistisch es ist, dieses Level weiter so hoch zu halten."

Nach acht Spieltagen hat Lucic jedenfalls weiterhin herausragende Statistiken vorzuweisen: 15,8 Punkte und 4,9 Rebounds im Schnitt, eine Dreierquote von fast 58 Prozent, 75 Prozent bei den Zweiern. Dazu ist der serbische Nationalspieler mit einer Erfolgsquote von knapp 90 Prozent der drittbeste Freiwurfschütze im Wettbewerb. Lucic sagt: "Mein Ziel ist es immer, das zu tun, was nötig ist, damit meine Mannschaft gewinnt - egal, was." Das gelingt ihm aktuell so gut wie keinem anderen. Nach dem nächsten Galaauftritt gegen Valencia, bei dem er im 107. Spiel in der Königsklasse auch die 1.000-Punkte-Marke knackte, wurde er von der Euroleague bereits zum zweiten Mal in dieser Saison zum wertvollsten Spieler gewählt.

Auf Planet Lucic durch die Euroleague?

"Gratulation zur erneuten Auszeichnung als MVP des Spieltages. Er hat es mit seiner gezeigten Leistung absolut zu Recht verdient", übermittelte Bayern-Präsident Herbert Hainer, der gemeinsam mit seinem Vorgänger Uli Hoeneß als Augenzeuge im Audi Dome zugeschaut hatte, seine Glückwünsche: "Talent, Wille und Herz gepaart mit großem Mannschaftsgeist machen ihn zu einem so großen und wertvollen Spieler." Gut für Bayern, dass Lucic, der bereits seine fünfte Saison in München spielt, noch bis 2022 unter Vertrag steht.

Im Duell mit Paul Zipser (r.): Ex-Bayern-Star Derrick Williams.
Im Duell mit Paul Zipser (r.): Ex-Bayern-Star Derrick Williams. © Rauchensteiner/Augenklick

Chefcoach Andrea Trinchieri, der Lucic zuletzt bereits als "unseren wichtigsten Spieler, unseren Anführer, unseren Che Guevara" bezeichnet hatte, hielt sich dieses Mal ein wenig zurück. "Drei oder vier Spieler haben große Dinge für uns getan", sagte der Italiener, "wenn du vier, fünf kleine Dinge zusammenfügst, passieren manchmal große Dinge." Dazu gehörten auch die 20 Punkte, die Nationalspieler Paul Zipser beisteuerte. JaJuan Johnson gelangen mit 17 Zählern und acht Rebounds gleich zwei Karrierebestwerte. "Die Mannschaft hat unglaublich gekämpft und dadurch gewonnen", sagte Geschäftsführer Marko Pesic, "momentan zeigt sie viel Herz und Einsatz."

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Nachdem der FCBB am Sonntag in Frankfurt auch sein zweites Ligaspiel mit 75:52 gewann, richtet sich der Blick wieder auf die Euroleague. Dort warten mit der Auswärtsreise zu Efes Istanbul am Dienstag (18.30 Uhr) und dem Duell am Donnerstag mit ZSKA Moskau (20.30 Uhr) am Doppelspieltag gleich die nächsten beiden hochkarätigen Gegner. "Jetzt müssen wir weiter fokussiert bleiben, das war erst der achte Spieltag", sagte Pesic und war offenbar darum bemüht, die Erwartungen an die Bayern ein wenig zu erden. Aber auch er hätte mit Sicherheit nichts dagegen, weiter auf Planet Lucic durch die Euroleague zu fliegen.

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