FC Bayern Basketball trennt sich von fünf Profis – Rathan-Mayes und Dimitrijevic weg

Die letzte Szene, die vom Bayern-Basketballer Xavier Rathan-Mayes (32) in Erinnerung bleibt, ist eine nicht gerade schmeichelhafte. Es lief das erste Playoff-Finale gegen Alba Berlin, als der Kanadier von Coach Svetislav Pesic ausgewechselt werden sollte. Dabei kam es zu einem heftigen Wortgefecht der beiden, Pesic (76) musste gar von Co-Trainer Emir "Muki" Mutapcic zurückgehalten werden.
Fortan spielte Rathan-Mayes so gut wie keine Rolle mehr – und dass er nun zu den ersten fünf Abgängen zählt, die der entthronte Meister offiziell mitteilt, war absehbar. Dabei hatte Rathan-Mayes auch gute Phasen, sowohl unter Gordon Herbert in den ersten Saisonmonaten als auch unter Pesic, etwa im Playoff-Halbfinale gegen Bonn, als Welt- und Europameister Andreas Obst erkrankt gefehlt hatte. Letztlich endet seine Zeit in München jedoch bereits nach einer Spielzeit wieder.
War erst im Januar gekommen: Prominente Namen müssen den FC Bayern verlassen
Das Gleiche gilt für Isiaha Mike, ebenfalls Kanadier und ebenfalls durchaus mit einigen auffällig positiven Leistungen.

Beim 28-Jährigen, der in fast allen Pflichtspielen zum Einsatz kam, waren die Schwankungen letztlich allerdings zu groß. Mike wechselt in die Türkei zum Eurocup-Halbfinalisten Bahçesehir Basketbol, der FC Bayern Basketball erhält eine Ablöse.
Ein echter Verlust könnte der Abgang des Nordmazedoniers Neno Dimitrijevic (28) sein. Der Aufbauspieler war erst im Januar nach München gekommen, hatte sich aber schnell akklimatisiert und zeigte nicht zuletzt in den Playoffs gute Auftritte.

Sein Nachteil ist jedoch das bevorstehende Comeback des langzeitverletzten Rokas Jokubaitis sein, der die Spielgestaltung der Bayern übernehmen und prägen soll. Dimitrijevic spielt künftig in Griechenland bei Aris Thessaloniki.
Kam über eine Nebenrolle nicht hinaus
Die Münchner Zeit von Routinier Stefan Jovic (35), der in den letzten Monaten keine Berücksichtigung mehr fand, und Europameister Leon Kratzer (29) ist auch vorbei. Der deutsche Center, dessen Einstellung und Auftreten vom FCBB zum Abschied besonders hervorgehoben wurden, kam über eine Nebenrolle nicht hinaus.