David hat Heimspiel: Bayerns Basketballer gegen Real Madrid

In der Euroleague empfangen die Basketballer des FC Bayern das Team von Real Madrid. "Wir müssen fast über unsere Grenzen gehen – und selbst dann weißt du nicht, ob es zum Erfolg reichen kann."
| Matthias Kerber
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Der Schlammkampf gegen Mailand: die Bayern um Darrun Hilliard (l.) beim Heim-Sieg in der Euroleague über den italienischen Topklub.
Der Schlammkampf gegen Mailand: die Bayern um Darrun Hilliard (l.) beim Heim-Sieg in der Euroleague über den italienischen Topklub. © sampics

München/Madrid - Königsklasse, FC Bayern, Real Madrid – bei diesen Begriffen bekommen nicht nur Fußball-Fans leuchtende und Freudentränen-überflutete Augen, auch im Basketball gehört dieses Duell zu den Schmankerln der Saison. "Das sind immer ganz besondere Spiele. Ich erwarte 40 Minuten Kampf und hoffentlich eine Option, das Spiel zu gewinnen", sagt Bayern-Star Nihad Djedovic vor dem Spiel am Freitag (20.45 Uhr, Magenta Sport).

Trainer Trinchieri will sein Team mit alter Stärke sehen

Eine Option zu gewinnen haben die Bayern aber nur, wenn sie in der Euroleague ganz anders auftreten als bei der 70:90-Klatsche in der Liga in Würzburg, als die Siegesserie von sechs Spielen ihr schmerzhaftes Ende fand.

"Wenn du 28 Treffer aus 39 Zwei-Punkte-Würfen zulässt, sagt das aus, dass du blamabel in der Verteidigung warst. Und das waren wir: Mit null Energie, ein schlampiges Spiel in Offensive und Defensive. Sie haben uns allein mit Energie bezwungen. Ein wirklich schlechter Abend für Bayern. Wir haben uns selbst nicht respektiert", polterte Bayern-Coach Andrea Trinchieri, der will, dass sein Team wieder das Gesicht zeigt, das ihnen vor einer Woche den Euroleague-Sieg gegen Armani Mailand beschert hatte. Damals meinte der Italiener: "Es ist wie Wrestling im Schlamm. Du fühlst dich schwer, bist langsam. Aber wir haben einen Weg zum Sieg gefunden,"

David gegen Goliath

Jetzt also möglichst Schlamm-Wrestling gegen die Königlichen aus Madrid. Die Bilanz steht bei neun Vergleichen bei 2:7-Siegen und 741:821 Punkten. Und so tat Trinchieri das, was er neben seiner blumigen Bildsprache und gelegentlichen Generalabrechnungen mit seiner Mannschaft am besten kann, den Gegner zu einem schier übermächtigen Goliath großreden, um sich selber die David-Rolle zu geben, aus der heraus man ja noch mehr Ruhm ernten kann – und dann selbst bei einer Niederlage gut dasteht.

Mit Real Madrid wartet "der beste Kader der Euroleague"

"Real ist nicht nur ein großer Name, sie haben meiner Meinung nach in diesem Jahr auch den besten Kader in der Euroleague. Madrid hat 15 Spieler zur Verfügung, die in jeder anderen Mannschaft zur Starting Five gehören würden", intonierte Trinchieri tiefstaplerisch: "Gegen diese enorme Qualität müssen wir fast über unsere Grenzen gehen und nicht einmal dann weißt du, ob es zu einem Erfolg reichen kann.

Viel Zeit zur Vorbereitung bleibt nicht, da wir diese Woche im Gegensatz zu Real in der Liga engagiert waren. Aber wir werden alles tun und hoffen wieder auf eine großartige Atmosphäre im Audi Dome wie gegen Mailand."

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Bisher konnte Real in vielen Spielen glänzen

Real ist das einzige Team, gegen das die Bayern während ihrer beeindruckenden Euroleague-Saison 20/21, als man als erstes deutsches Team überhaupt bis ins Viertelfinale vorstieß, nicht gewinnen konnte. Im Moment stehen die Bayern bei drei Siegen und vier Niederlagen, Real hat fünf Erfolge auf der Habenseite – bei zwei Pleiten. 

Die kassierten die Königlichen jeweils auswärts bei Olympiakos und Kasan. Mal sehen, ob der Audi Dome wieder ein guter Boden für David ist und der seine legendäre Zielkunst gegen Goliath bei diesem Heimspiel nutzt.

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