Bayern frustriert nach Dämpfer: Patzer mit Folgen

Bayerns Basketballer verlieren mit 81:89 gegen Oldenburg. In der K.o.-Runde droht ihnen deshalb nun direkt das Duell mit Alba Berlin.
| Julian Buhl
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Im Duell in der Euroleague mit seinem Ex-Klub Bayern um Paul Zipser (2.v.l.): Svetislav Pesic (l.).
imago Im Duell in der Euroleague mit seinem Ex-Klub Bayern um Paul Zipser (2.v.l.): Svetislav Pesic (l.).

München - Wer wissen wollte, wie es um die Gemütslage der Basketballer des FC Bayern bestellt war, der musste nur in die Gesichter Profis schauen. Enttäuscht, ja fast schon entsetzt und mit hängenden Köpfen schlichen die vom Court und verschwanden in den Katakomben des Audi Domes. Nach dem 81:89 (44:42) gegen Oldenburg, ihrer bereits zweiten Niederlage im Geister-Meisterturnier dahoam, ist nämlich endgültig klar: Der Weg zur angepeilten zweiten Titelverteidigung in Folge wird für die Bayern nun ein äußerst steiniger werden.

Jetzt droht gleich Berlin im Viertelfinale

Denn Bayern gegen Oldenburg war zwar das erwartete Finale in Gruppe A, allerdings um einen unerwarteten Tabellenplatz. Den Gruppensieg hatte sich das Ulmer Überraschungsteam nach Siegen gegen Bayern, Oldenburg und Crailsheim bereits am Sonntagnachmittag mit dem vierten Erfolg im vierten Spiel gegen Göttingen (89: 66) gesichert. Für die beiden eigentlichen Favoriten ging es im direkten Duell also "nur" noch um Platz zwei. Den sicherte sich Oldenburg. Und Bayern muss als Dritter im Viertelfinale am Mittwochabend (20.30/Alle Spiele live bei Magenta Sport) gegen den Zweiten der Parallelgruppe ran.

Wer das sein wird, ermitteln Vizemeister Alba Berlin und Ludwigsburg heute Abend (20.30 Uhr) noch untereinander auf dem Court im Kampf um den Gruppensieg. So oder so gilt es damit für die Bayern schon in der ersten K.o.-Runde, die mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird, gleich einen äußerst harten Brocken aus dem Weg zu räumen. Der nächste Rückschlag auf der bisher ziemlich holprigen Mission Titelverteidigung. "Du musst jeden schlagen, es macht keinen großen Unterschied. Alle Mannschaften in der anderen Gruppe sind gut", sagte FCBB-Sportdirektor Daniele Baiesi bei Magenta Sport. "Wir haben die Rebounds nicht unter Kontrolle bekommen und unsere Würfe nicht getroffen", sagte Bayerns Chefcoach Oliver Kostic und meinte: "Wir haben bis zum Ende gekämpft und sind noch am Leben."

Oldenburg zieht Bayern den Zahn

Im Schlussviertel hatte seine Mannschaft aber phasenweise schon einen leblosen Eindruck hinterlassen und die erforderliche Gegenwehr bisweilen vermissen lassen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte waren die Bayern zunächst eigentlich das bessere Team und auf neun Zähler weggezogen (56: 47). Doch plötzlich ging beim FCBB nichts mehr. Eklatante Fehler in der Defensive und ein fahrlässiges Auftreten in der Offensive hatten einen 0:14-Lauf im Schlussviertel zur Folge, von dem sich die Münchner auch nicht mehr erholten.

Neben Topscorer Nathan Boothe (17 Punkte), setzten ihnen besonders die beiden Ex-Bayern Braydon Hobbs (12) und der ausgeliehene Robin Amaize (15) zu. "Das war keine gute Vorstellung", sagte Vladimir Lucic, mit 16 Punkten noch der beste Münchner Werfer bei Magenta Sport. "Wir hatten zwar eine gute Phase, aber als wir fünf oder sechs Zähler hinten lagen, hatte man das Gefühl, das Spiel ist vorbei."

Kostic ermahnte sein Team in einer Auszeit beim Stand von 66:76 vier Minuten vor Schluss: "Was auch immer vorher passiert ist, wir müssen es als Team zu Ende spielen. Wir dürfen nicht aufgeben." Bayern kämpfte sich noch einmal bis auf fünf Zähler ran. Die Hypothek war am Ende aber einfach zu groß. Ob das auch für die Leistungen aus der Gruppenphase gilt, werden die K.o.-Spiele nun zeigen – und zwar direkt.

Lesen Sie hier: Die Bayern-Basketballer kommen langsam ins Rollen

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