Basketballer des FC Bayern stürmen Ludwigsburgs Festung

Der FCBB gewinnt mit 82:72 bei den MHP Riesen, die zuvor seit 30 Heimspielen ungeschlagen waren, und gleicht in der Playoff-Halbfinalserie zum 1:1 aus. Pesic sagt: "Wir waren arrogant und überheblich."
| Julian Buhl
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Meldet sich mit den Basketballern des FC Bayern im Playoff-Halbfinale zurück: JaJuan Johnson (r.).
imago images/Eibner 2 Meldet sich mit den Basketballern des FC Bayern im Playoff-Halbfinale zurück: JaJuan Johnson (r.).
Mit 22 Punkten Topscorer und der überragende Mann auf dem Parkett: Bayerns D.J. Seeley (l.).
imago images/Eibner 2 Mit 22 Punkten Topscorer und der überragende Mann auf dem Parkett: Bayerns D.J. Seeley (l.).

Zwei Jahre lang waren die MHP Riesen Ludwigsburg zu Hause unbesiegt, gewannen 30 Heimspiele in Folge. Am Montagabend haben die Basketballer des FC Bayern diese beeindruckende Serie mit einem 82:72-Auswärtssieg beendet und Ludwigsburgs Festung gestürmt.

"Serien sind dafür gemacht, um gebrochen zu werden", hatte FCBB-Chefcoach Andrea Trinchieri schon vor der Partie gesagt: "Ich bin kein großer Fan von Zahlen. Ich respektiere sie, aber ich coache nicht danach." Nachdem die Bayern zum Auftakt der Best-of-five-Halbfinalserie noch mit 98:101 in Ludwigsburg verloren hatten, sicherten sie sich mit dem Auswärtscoup nun den 1:1-Ausgleich. Die nächsten beiden Partien werden am Mittwoch und Freitag (jeweils 20.30 Uhr) in München ausgetragen. Mit zwei Siegen könnte der FCBB sich die Final-Teilnahme der Meisterplayoffs sichern.

"Heute haben wir ein bisschen befreiter gespielt", sagte Marko Pesic bei "Magentasport" und merkte kritisch an: "Ich fand uns im ersten Spiel etwas arrogant und überheblich." Der FCBB-Geschäftsführer erinnerte daran, dass man schließlich gegen den Hauptrundenersten spiele. "Wer gedacht hat, dass wir hier ohne Kämpfen durchspazieren, hat spätestens im ersten Spiel gemerkt, dass das nicht so ist", sagte er, "Ludwigsburg ist eine sehr gefährliche Mannschaft." Chefcoach Andrea Trinchieri hatte nach der enttäuschenden Auftaktniederlage offenbar die richtigen Maßnahmen bei seiner Mannschaft getroffen. "Da braucht's ab und zu so eine Watschn, dass man sich etwas zentriert", sagte Pesic.

Ludwigsburg mit dem besseren Start gegen den FC Bayern

Wie gefährlich Ludwigsburg ist, das zeigten die Riesen aber auch in Spiel zwei erneut, vor allem zu Beginn. Wie schon in Spiel eins erwischten sie den besseren Start und konnten sich zunächst sogar mit 16:9 etwas absetzen. Doch dann kam Topscorer D.J. Seeley (22 Punkte) aufs Parkett und lief sofort heiß. Mit einem 10:0-Lauf, von dem Seeley acht Punkte erzielte, meldete sich Bayern in der Partie zurück. Und genau dieses Momentum nahmen die Gäste auch gleich mit ins zweite Viertel. Dort führten die Bayern dann zwischenzeitlich sogar bereits mit 14 Zählern (37:23) und gingen auch noch mit einem komfortablen Vorsprung (42:33) in die Halbzeitpause.

Mit 22 Punkten Topscorer und der überragende Mann auf dem Parkett: Bayerns D.J. Seeley (l.).
Mit 22 Punkten Topscorer und der überragende Mann auf dem Parkett: Bayerns D.J. Seeley (l.). © imago images/Eibner


Der FCBB schaffte es auch nach dem Seitenwechsel, Ludwigsburg weiter auf Distanz zu halten und ging mit 63:54 in den Schlussabschnitt. Co-Kapitän Vladimir Lucic und Paul Zipser erzielten jeweils 14 Punkte, Jalen Reynolds markierte zwölf Zähler. Und auch das Mitwirken von Zan Mark Sisko, der Spiel eins kurzfristig erkrankt verpasst hatte, tat dem Spiel der Bayern sichtlich gut. Der slowenische Spielgestalter verteilte die Bälle klug und kam am Ende auf acht Assists.

"Wir sind nach einem schwachen ersten Spiel zurückgekommen", sagte Trinchieri, "es steht jetzt 1:1. Wir müssen ruhig bleiben."

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