Basketball-Coach Trinchieri: "Erst angefangen"

Coach Andrea Trinchieri will mit dem FC Bayern auch im neuen Jahr die europäische Basketball-Spitze attackieren und setzt dafür mehr auf Charakter als auf namhafte Spieler. "Wir haben gerade erst angefangen", sagte der Trainer am Mittwoch in München. Der Italiener hatte nach einer famosen Saison mit dem Pokalsieg, der Vizemeisterschaft und vor allem dem Einzug ins Viertelfinale der Euroleague seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert. "Ich hatte das Gefühl, da gibt es noch etwas zu tun", erläuterte der 52-Jährige, der sich mit dem Verein schon im April weitgehend einig gewesen sei.
| dpa
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Andrea Trinchieri, Trainer von München, gestikuliert.
Andrea Trinchieri, Trainer von München, gestikuliert. © Tobias Hase/dpa/Archivbild
München

Trinchieri stellte nach der überraschend starken Spielzeit aber klar, dass man in Zukunft nicht einfach die Entscheidungen von vor einem Jahr kopieren könne, um Erfolg zu haben. "Es wird anders werden, wir müssen anders werden", sagte er. "Aber ich will weiter dieselben Werte sehen, die den Club ausmachen. Das ist das wichtigste."

Wie der Kader für die neue Saison aussehen wird, ist zum Teil noch unklar. Auf dem Transfermarkt müssen die Bayern zunächst warten, was die deutlich finanzkräftigeren Vereine machen, um dann zu reagieren. "Wir müssen geduldig sein und selbstbewusst", forderte Sportdirektor Daniele Baiesi. Coach Trinchieri ergänzte, dass er Basketballer nicht nach ihrem Namen suche, sondern nach ihrem Charakter. Sie müssten in das Team passen und die Werte des Vereins teilen und vorleben.

Nachdem die Münchner wegen Verletzungssorgen im Bundesliga-Finale gegen Alba Berlin nicht mehr nachlegen konnten, wünscht sich der Trainer für die nächste Saison einen ausgeglicheneren Kader. Durch die Extrem-Belastung in Bundesliga und Euroleague mit mehreren Spielen in einer Woche "brauchen wir zwei Teams in einem Team", sagte Trinchieri. Das bedeute aber nicht, dass ein Team A für die Euroleague und ein Team B für die Meisterschaft geformt werde.

Nicht mehr zum Aufgebot gehören dürfte Jalen Reynolds. Der Center war 2020 von Maccabi Tel Aviv zu Bayern gekommen. Zuletzt teilten die Israelis bereits mit, den 28-Jährigen zurück zu holen. Die Bayern berichteten zwar, dass sie von Maccabi nicht offiziell kontaktiert worden seien. Baiesi aber räumte ein: "Wir rechnen nicht mit ihm." Zu anderen möglichen Transfers machte er keine konkreten Angaben.

© dpa-infocom, dpa:210630-99-205031/2

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