Basketball: Bayerns USA-Sixpack soll für Erfolge sorgen

Die fünf Neuzugänge bilden mit TJ Bray den neuen Amerika-Block beim FCBB. "Es sind alles Spieler, die sich auf dem höchsten Level in Europa beweisen wollen", sagt Trinchieri. Die AZ stellt sie hier vor.
| Julian Buhl
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Bayerns Neuzugänge (v.l.): Die US-Amerikaner Malcolm Thomas, JaJuan Johnson, Nick Weiler-Babb, Wade Baldwin und Jalen Reynolds.
Bayerns Neuzugänge (v.l.): Die US-Amerikaner Malcolm Thomas, JaJuan Johnson, Nick Weiler-Babb, Wade Baldwin und Jalen Reynolds. © sampics/Augenklick

München - Wohin sie ihre Mission beim FC Bayern Basketball führen soll, das bekamen die fünf neuen US-Spieler schon mal gleich vermittelt. Im Rahmen des Vorbereitungscamps in Bruneck ging es nämlich rauf auf den Kronplatz, wo Wade Baldwin, Nick Weiler-Babb, Malcolm Thomas, JaJuan Johnson und Jalen Reynolds auf 2275 Metern etwas Höhenluft schnuppern durften. Das Bild passte schon mal.

Zurück auf den Gipfel wollen die vom Meisterthron gestürzten Bayern-Basketballer in der anstehenden Saison, die am Freitag (20.30 Uhr/Magenta Sport) mit dem Euroleague-Heimspiel gegen Mailand startet, schließlich ebenfalls. Und die fünf Neuzugänge sollen auf dem Weg dort hin vorangehen.

FC Bayern Basketball: Neue prägende Gesichter

Nachdem unter anderem Kapitän Danilo Barthel, Maodo Lo sowie Petteri Koponen und Greg Monroe die Mannschaft verlassen haben, sollen sie zu prägenden Gesichtern des neuen Teams werden. TJ Bray komplettiert den amerikanischen Bayern-Block. Da der Guard große Teile der vergangenen Saison aufgrund seiner Fußverletzung verpasst hatte, ist er ebenfalls fast wie ein Neuzugang für den FCBB. Beim Meisterturnier war der Linkshänder noch der einzige US-Spieler im Kader gewesen, nun bildet er mit seinen fünf Landsleuten das USA-Sixpack, das Bayern zu neuer Power und Athletik verhelfen soll.

Dass sich der FCBB ausschließlich mit Spielern aus den USA verstärkte, die genau dafür stehen, ist sicher kein Zufall. "Ich glaube nicht an Zufälle", sagte der neue Headcoach Andrea Trinchieri grinsend und verriet das Anforderungsprofil: "Die Idee war es, Spieler zu haben, die Defense, verschiedene Positionen, sowie physisch und athletisch spielen können." Und da wurden die Münchner ausschließlich bei US-Profis fündig. "Es sind alles Spieler, die sich auf dem höchsten Level in Europa beweisen wollen", sagte Trinchieri.

"Jeder einzelne neue Spieler bringt ein Talent mit"

Dazu zählen sich auch die beiden Guards Weiler-Babb und Baldwin. Im Trainingslager teilten sie das Zimmer, und auf dem Feld nun den Backcourt. Babb kommt als Vizemeister zu den Bayern, die er beim Finalturnier mit Ludwigsburg im Viertelfinale ausgeschaltet hatte. Geschäftsführer Marko Pesic hofft darauf, dass der 24-Jährige "seine Schnelligkeit, seinen Wurf und all seine Tricks" nun erfolgreich für die Münchner einsetzen wird. "Jeder einzelne neue Spieler bringt ein Talent mit, das Bayern letztes Jahr vielleicht gefehlt hat", sagte Weiler-Babb.

Auch dem gleichaltrigen Baldwin bescheinigt Pesic eine "gute Athletik und Schnelligkeit". Baldwin, der eine durchwachsene Saison mit wenig Spielzeit bei Olympiakos Piräus hinter sich hat, versteht sich mehr als Spielmacher und sagt: "Ich mag es, die Show zu leiten."

Reynolds tritt in große Fußstapfen

Reynolds kündigten die Bayern als "Kraftpaket" für den Frontcourt an. Der 2,08-Mann hat sich nach seinem Engagement bei Maccabi Tel Aviv nun zum Ziel gesetzt, sich als Starting-Center in der Euroleague zu behaupten. Als Nachfolger von Ex-NBA-Veteran Monroe tritt der 27-Jährige bei Bayern in große Fußstapfen. Pesic sieht in ihm jedenfalls "unglaublich viel Energie und Entwicklungspotenzial".

Bei den jeweils 31 Jahre alten Johnson und Thomas, die als Verstärkungen für die Power-Forward-Position kamen, setzten die Bayern dagegen vor allem auf Erfahrung. Beide haben unter anderem auch ein paar Spiele (Johnson 36, Thomas 40) in der NBA in ihrer Vita stehen. Thomas, wechselte quasi im Gegenzug zu Barthel von Fenerbahce nach München und kann, genau wie Bayerns-Ex-Kapitän, auch als Center spielen.

Trinchieri ordnet zur Strafe Liegestütze an

"Es ist für alle ein kleiner Neustart", sagte Weiler-Babb, schließlich sei ja auch der Trainer neu: "Da fängt jeder bei null an und hat die gleichen Möglichkeiten." Das bekam Johnson im Trainingslager bereits zu spüren. Nach einer Unaufmerksamkeit ließ Trinchieri den Ex-NBA-Profi dort vorm versammelten Team als Strafe Liegestütze machen.

Es gilt eben auch für Bayerns USA-Sixpack: Der Weg zurück zum Gipfel wird kein leichter sein.

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