"Würden nicht viel verlieren": Eberl mit klarer Ansage im Laimer-Poker

Im zähen Vertragspoker mit Konrad Laimer bleibt Bayern-Sportvorstand Max Eberl hart. Während der vielseitige Stammspieler deutlich mehr Gehalt fordert, denkt der Klub sogar über einen ablösefreien Abschied nach – und sendet damit ein Signal an den gesamten Kader.
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Sein Vertrag läuft 2027 aus, die Verhandlungen stocken: Konrad Laimer.
Sein Vertrag läuft 2027 aus, die Verhandlungen stocken: Konrad Laimer. © IMAGO/Ulrich Wagner

Konrad Laimer musste am Samstagnachmittag nach dem 3:3 gegen Heidenheim schnell weg. "Marketing-Termine", sagte der Österreicher - und verließ die Interviewzone der Allianz Arena. Dabei wäre es schon sehr interessant gewesen, Laimer zu seiner Zukunft zu befragen. Denn im Vertragspoker mit dem Außenverteidiger geht noch immer nichts voran.

Laimer-Verhandlungen ohne Einigung

"Es sind Gespräche, Vorstellungen - da kommt man momentan nicht übereinander", sagte Sportvorstand Max Eberl auf AZ-Nachfrage. "Aber das ist auch nicht schlimm. Es gibt kein böses Blut, keine Missstimmung, nur zwei Standpunkte. Da muss man schauen, ob man die Brücke irgendwann und irgendwie findet."

Kann rechts und links verteidigen: Laimer.
Kann rechts und links verteidigen: Laimer. © IMAGO/Michelle Luka

Laimer hat sich seit seinem ablösefreien Wechsel von RB Leipzig 2023 zum Stammspieler beim FC Bayern entwickelt, er kann sowohl rechts als auch links in der Viererkette auf hohem Niveau verteidigen. Der 28-Jährige weiß um seinen Stellenwert in der Mannschaft – und daher wachsen auch die Ansprüche. Laimer, dessen Vertrag 2027 ausläuft, würde gern mehr Geld verdienen.

Von bis zu 15 Millionen Euro brutto pro Jahr ist die Rede. Doch da wollen die Münchner nicht mitmachen. Eberl, der vom Aufsichtsrat angehalten ist, das Gehaltsniveau im Kader zu senken, könnte an Laimer ein Exempel statuieren.

Bleibt bei Laimer hart: Bayern-Sportvorstand Max Eberl.
Bleibt bei Laimer hart: Bayern-Sportvorstand Max Eberl. © IMAGO/Moritz Mueller

Möglicher Abschied ohne Ablöse

"Er ist ablösefrei gekommen, da würden wir nicht viel verlieren", sagte Eberl auf die Frage, ob bei einem Scheitern der Verhandlungen nicht schon in diesem Sommer ein Verkauf Pflicht sei. Heißt: Bayern würde Laimer 2027 wohl ohne Ablöse ziehen lassen. Oder finden beide Seiten noch einen Mittelweg? "Schlussendlich geht es immer um Wertschätzung. Dass die Leistungen, die man in den letzten Jahren erbracht hat, irgendwo auch anerkannt werden“, sagte Laimer zuletzt bei ServusTV.

Bleibt bis 2027 bei Bayern: Manuel Neuer.
Bleibt bis 2027 bei Bayern: Manuel Neuer. © IMAGO/Oryk HAIST

Neuer kurz vor Verlängerung

Sicher verlassen werden die Münchner in diesem Sommer Leon Goretzka, Raphaël Guerreiro und Leihspieler Nicolas Jackson. Stammkeeper und Kapitän Manuel Neuer steht hingegen kurz vor einer Vertragsverlängerung bis 2027. Auf die Frage, was Neuer-Berater Thomas Kroth vergangene Woche an der Säbener Straße gemacht habe, antwortete Eberl grinsend: "Tickets für Paris wollte er haben, das haben wir gemacht, er sitzt auf der Ehrentribüne." Es wird nicht mehr lange dauern, ehe Neuers Verlängerung verkündet wird.

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  • meingottwalter vor 4 Minuten / Bewertung:

    Klar Eberl. Finanziell würde man nicht viel verlieren. Menschlich schon. Zählt aber nicht. Money, Money. Money.

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  • BingoMuc vor 35 Minuten / Bewertung:

    Für KL würde ich mich schon etwas bewegen

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  • meingottwalter vor 2 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von BingoMuc

    Schon. Zählt aber nur noch Spektakel bei den Bayern.

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