"Wir kommen oft zurück"

Die van Gaals verlassen München. „Er hat mir ein Sabbatjahr versprochen“, sagt Truus van Gaal, Frau des Ex-Bayerntrainers, über ihren Mann. Aber: „ Im Fußball weiß man das nie genau.“
| Interview: Christoph Landsgesell
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Truus van Gaal (re.) mit Alfons Schuhbeck und Sabine Heijman in der Kochschule am Platzl.
Truus van Gaal (re.) mit Alfons Schuhbeck und Sabine Heijman in der Kochschule am Platzl.

Die van Gaals verlassen München. „Er hat mir ein Sabbatjahr versprochen“, sagt Truus van Gaal, Frau des Ex-Bayerntrainers, über ihren Mann. Aber: „ Im Fußball weiß man das nie genau.“

Es war eine Art Abschiedsessen für Truus van Gaal: Die Frau des ehemaligen Bayern-Trainers Louis van Gaal kochte auf Einladung von Sabine Heijman, Chefin des Bailine-Gesundheitsstudios, bei Alfons Schuhbeck am Platzl. Bald verlassen die van Gaals München. Vorher sprach die AZ mit Truus van Gaal.

Frau van Gaal, Sie haben mit Ihrem Mann ein paar Jahre in München gelebt. Können Sie denn Bayerisch kochen?

Nein, eigentlich nicht. Hier ist man viel öfter in Restaurants als in Holland. Das Leben in München spielt draußen, bei uns daheim isst man eher zuhause. Und es gibt so viel gute Restaurants in München. Wir waren auch oft – meistens ich allein, weil die Männer viel unterwegs waren – am Starnberger See oder Tegernsee. Wo ich gewohnt habe, in Bogenhausen, gibt es ein Café, in dem man von morgens um acht bis abends um ein Uhr sitzen kann. Auch allein. In Amsterdam kann ich das nicht.

Wieso?

Es ist gefährlich. Hier ist es gemütlich, das finde ich so schön am München. Ich habe hier nie Angst gehabt, alles ist sehr sicher. Leider wohnen wir in einem Land, in dem das alles sehr gefährlich ist. Das ist keine gute Werbung für Holland.

Jetzt ziehen Sie weg.

So ist das Leben mit dem Fußball. Schade. Ich habe auch vier Jahre in Barcelona gelebt, und wir beide finden München besser. Hier kann es im Winter kalt sein, aber wir mögen die Jahreszeiten. Wenn es kalt ist, kann es auch in München sehr schön sein.

Wohin geht es als nächstes?

Wir wohnen in Holland am Meer, haben auch ein sehr schönes Haus in Portugal. Dort machen wir jetzt im Sommer Urlaub zusammen mit unseren Kindern und Enkeln. Zuerst müssen noch den Umzug vorbereiten. Dann ist es vorbei. Aber ich weiß: Wir kommen sehr oft zurück.

Sind Sie traurig, dass Sie München verlassen?

Das ist ein großes Wort. Wir könnten hier auch viele Jahre leben. Aber in der Welt des Fußballs ist das eben so. Da bin ich abhängig von meinem Mann.

Kann der denn kochen?

ein, das kann ich sagen. Ich finde, wenn ein Mann hart arbeitet – und ich hatte nicht die Möglichkeit, hier zu arbeiten – habe ich auch kein Problem damit, für ihn alles zu organisieren. Das ist mein Platz. Ich bin keine Frau, die sagt: ,Nein, das mache ich nicht.’

Ein Jahr haben Sie jetzt Zeit, ihm etwas am Herd beizubringen.

Ja, er hat mir ein Sabbatjahr versprochen. Und mein Mann sagt immer: Was ich verspreche, das halte ich auch.

Er wollte aber auch schon mit 55 aufhören.

Das habe ich ihm auch gesagt: Du sollst mich nicht anlügen.

Und dieses Jahr?

In der Welt des Fußballs weiß man das nie genau. Es kommt, wie es kommt.

Hätten Sie Ihren Mann lieber zuhause oder soll er wieder arbeiten?

Für mich ist die Sache fertig. Er wird 60 im August. 40 Jahre im Fußball sind sehr viel. Das ist meine Meinung.

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