Wieder Top-Klub verprellt? Transfergebaren des FC Bayern sorgt wohl wieder für Ärger

Im vergangenen Sommer wagte der FC Bayern offenbar einen geheimen Vorstoß bei Top-Talent Pedri - dessen Klub FC Barcelona soll damit alles andere als glücklich gewesen sein. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Münchner mit ihrem Transfergebaren für Ärger sorgen.
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Bayerns Vorstandsboss Oliver Kahn (l.) mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic.
Bayerns Vorstandsboss Oliver Kahn (l.) mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic. © IMAGO / Sven Simon

München - Das wäre ein absoluter Transfer-Hammer gewesen: Laut einem Bericht von "Sport1" hat der FC Bayern im vergangenen Sommer kurz vor dem Ende der Transferperiode versucht, Supertalent Pedri vom FC Barcelona zu verpflichten.

Der 19-jährige Spielmacher, der mit der spanischen Nationalmannschaft nur wenige Wochen zuvor bis ins Halbfinale der Europameisterschaft vorgedrungen war, gilt als eines der größten Mittelfeld-Talente der Welt und wurde im Herbst mit dem "Golden Boy"-Award als größtes U21-Talent ausgezeichnet.

Pedri traf mit dem FC Barcelona in der Gruppenphase der Champions League auf den FC Bayern, der ihn wohl nur wenige Wochen zuvor gerne verpflichtet hätte.
Pedri traf mit dem FC Barcelona in der Gruppenphase der Champions League auf den FC Bayern, der ihn wohl nur wenige Wochen zuvor gerne verpflichtet hätte. © IMAGO / NurPhoto

Ohne Rücksprache mit Barca: Bayern soll um Pedri und Dest geworben haben

Bei den Katalanen soll der Vorstoß des deutschen Rekordmeisters alles andere als gut angekommen sein. Demnach zeigte sich die Führungsriege irritiert über das Vorgehen der Bayern, da diese den Abwerbungsversuch ohne vorherige Rücksprache mit dem Klub unternommen haben sollen. Bei Rechtsverteidiger Sergino Dest, ebenfalls bei den Blaugrana unter Vertrag, sind die Bayern dem Bericht zufolge ähnlich vorgegangen.

Im Fußball-Business eigentlich ein verpöntes Gebaren, offiziell dürfen Vereine schließlich nur mit Spielern in Gespräche treten, deren Vertrag noch höchstens sechs Monate läuft. Laut "Sport1" hat das Verhältnis zwischen Barca und Bayern darunter zuletzt gelitten. "Es stimmt, dass Bayern mit Barca-Spielern im Austausch war, ohne Barca darüber zu informieren", wird eine der Barca-Führung nahestehende Person bei dem Sender zitiert.

Barcelona ist nicht der erste Klub, den Bayern verprellt

Ein Transfer zu den Bayern, die laut spanischen Medienberichten schon vor dessen Wechsel nach Katalonien im Sommer 2020 an Pedri dran gewesen sind, kam schließlich nicht zustande. Stattdessen verlängerte der Spielmacher seinen Vertrag langfristig bis 2026, die in Spanien obligatorische Ausstiegsklausel beläuft sich auf eine Milliarde Euro. Bei den Bossen gilt Pedri als einer der wichtigsten Bausteine für das "neue Barca" nach der Ära von Vereinslegende Lionel Messi, der den Klub im vergangenen Sommer verlassen hat.

Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass die Bayern mit ihrem Transfergebaren für Unmut bei einem europäischen Top-Klub sorgen. Im Januar-Trainingslager 2019 gab Hasan Salihamidzic, damals noch Sportdirektor, einigermaßen unumwunden zu, dass er ein großer Fan von Callum Hudson-Odoi sei und den Flügelspieler "unbedingt verpflichten will". Auch in den Wochen danach äußerte sich Salihamidzic immer wieder öffentlich zum Spieler des FC Chelsea, der mit dessen forschen Vorgehen nicht einverstanden war und den Wechsel nach monatelangem Poker platzen ließ.

Öffentliches Werben um Sané: Kovac entschuldigte sich bei Guardiola

Ganz ähnlich lief es nur ein halbes Jahr später ab, als sich die Münchner um Leroy Sané bemühten. Seinerzeit machte der damalige Bayern-Coach Niko Kovac das Interesse am Offensivspieler von Manchester City in einer Pressekonferenz öffentlich und wurde daraufhin von Karl-Heinz Rummenigge zurückgepfiffen. "Mir hat seine Aussage nicht gefallen. Da mache ich keinen Hehl draus", so der Ex-Vorstandsboss. Wie Kovac später erzählte, entschuldigte er sich für seine forschen Aussagen in einem Telefonat mit City-Trainer Pep Guardiola.

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