Wegen Kimmich: Bobic schießt gegen Zorniger

Da versteht Fredi Bobic keinen Spaß. Stuttgarts Ex-Manager knöpfte sich VfB-Coach Alexander Zorniger vor. "Erst denken, dann reden", konterte er Zornigers Bemerkungen in Sachen Joshua Kimmich.
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München/Stuttgart - Alexander Zorniger ist bekannt für seine direkte, geradlinige, unverblümte Art. So riet er am Rande der 0:4-Pleite beim FC Bayern seinem Kollegen Pep Guardiola väterlich, mehr zu essen: "Nimm etwas zu."

Der Spanier war zu überradcht, um überhaupt reagieren zu können.

Andere tun sich da leichter. Zum Beispiel Fredi Bobic. Der Ex-Manager des VfB Stuttgart schoss sofort zurück.

Was war passiert?

"Ich würde gerne jeden erschlagen, der an dieser Entscheidung beteiligt war. Man hätte ihn niemals ziehen lassen dürfen, eine fatale Fehlentscheidung", erklärte Zorniger in der PK nach dem Spiel in München.

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Er spielte damit auf den Wechsel vor zwei Jahren an: Da entschieden Bobic und Jugend-Koordinator Ralf Becker mit, Kimmich eben nicht aus der A-Jugend vorzeitig in die zweite VfB-Mannschaft hochzuziehen.

Im Alter von zwölf Jahren war Kimmich zum VfB gekommen, 2013 landete er dann beim VfB Leipzig in den Händen von Trainer Zorniger - im Sommer verpflichtete ihn der FC Bayern für sieben Millionen Euro.

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Bobic rechtfertigte sich laut "Bild"-Zeitung: "Wir hatten damals in der zweiten Mannschaft auf Kimmichs Position einen Stau, unter anderem mit den Talenten Yalcin und Khedira, die vor ihm waren. Dann gab es die Möglichkeit für ihn, nach Leipzig zu gehen – ich habe aber gleich gesagt: Der Junge ist hoch talentiert, wir geben ihn nur mit Rückkauf-Option ab. Das hat damals einfach Sinn gemacht, weil er dort schneller und nach dem Aufstieg auf höherem Niveau spielen konnte als in unserem Drittliga-Team. Nach zwei Jahren hätten wir dann einen besseren Spieler bekommen."

Und: " "Erst denken, dann reden - das wäre hier für Alexander Zorniger mal wieder die richtige Reihenfolge gewesen!"

Kimmich hatte im Duell mit seinem Ex-Klub die meisten Ballkontakte (127), und bei den Bayern wissen sie längst, was sie an ihm haben. Guardiola: "Er ist fast mein Sohn. Ich bin eigentlich unfair zu Joshua. Er verdient mehr Minuten."

 

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