Was Alphonso Davies über seine neue Verteidigerrolle denkt

Der Kanadier ist beim FC Bayern als Linksverteidiger der Aufsteiger der Saison. In seiner Heimat hat der 19-Jährige nun verraten, was er von dem Positionswechsel hält – und welchen Wunsch er für die Zukunft hat.
von  AZ
© imago/Jan Huebner

München - Als linker Verteidiger macht Alphonso Davies bei den Bayern derzeit mächtig auf sich aufmerksam. Ex-Coach Niko Kovac war es, der den Kanadier erstmals auf dieser Position testete. Unter Hansi Flick ist der 19-Jährige dort inzwischen gesetzt  - auch, weil David Alaba eher in der Abwehrzentrale spielt. Doch ganz so einfach war der Positionswechsel für "Phonzy" nicht.

Davies über neue Rolle: "Es ist anders"

Seiner Heimatzeitung verriet Davies: "Es ist anders. Meine Denkweise war: Angreifen, angreifen, angreifen. Aber jetzt ist es: Verteidigen, verteidigen, verteidigen. "Wenn wir uns einen langen Ball fangen, könnte ich große Probleme bekommen", sagte der schnelle Linksfuß der "Edmonton Sun". Er müsse nun viel mehr darauf achten, wer hinter ihm steht, wenn er einen seiner Angriffsläufe starte.

Eine Umstellung, die dem Talent nicht so einfach gefallen ist. Für die Zukunft hofft der 19-Jährige daher auch, dass er wieder auf seiner angestammten Position als Linksaußen aufgestellt wird. "Hoffentlich ziehen sie mich eines Tages wieder nach vorne", so Davies – der aber sofort einschränkt: "Ich spiele überall gerne, wo mich der Trainer aufstellt."

Davies: "Versuche, so viel aufzusaugen wie möglich"

Angesprochen auf seine Entwicklung bei den Bayern sagte Davies: "Es läuft gut. Ich spiele nun ein paar Partien mehr, bekomme Minuten und trainiere gut". Seine Teamkollegen seien eine große Hilfe. "Du lernst eine Menge von ihnen. Manche sind Weltmeister, andere Champions-League-Sieger. Als Junge aus Edmonton versuche ich einfach, so viel aufzusagen wie möglich".

Davies wechselte genau vor einem Jahr von den Vancouver Whitecaps zum FC Bayern. Gelernt hat Davies seitdem eine ganze Menge.

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