Kommentar

Warum der FC Bayern nicht gegen die Schiri-Leistung wettert

Patrick Strasser, der Bayern-Reporter der Abendzeitung, über den Umgang des FC Bayern mit der Schiedsrichter-Leistung im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain.
Patrick Strasser |
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Man stelle sich vor, Real Madrid wäre das passiert. Den Königlichen, den selbsternannten Gralshütern des Henkelpotts, des größten Schatzes im europäischen Klubfußball. 15 Mal hat Real die Silber-Trophäe gewonnen, noch viel öfter jedoch die Fassung verloren.

Man stelle sich vor, diesem Real wäre – wie den Bayern beim 1:1 gegen Paris Saint-Germain - der Handwahnsinn von Fröttmaning widerfahren und sie hätten sich ähnlich ungerecht behandelt gefühlt. Moment – haben sie doch! Auch in der Allianz Arena, im Viertelfinal-Rückspiel gegen die Bayern.

Real Madrid verhielt sich nach CL-Aus nicht-königlich

Vor drei Wochen erhielt Camavinga die Gelb-Rote Karte. Ein Missgeschick des Schiedsrichters, dem erst im Moment der Sanktionierung einer Petitesse auffiel, dass der Franzose schon Gelb hatte. Die Madrilenen schäumten, belagerten und bepöbelten nach Abpfiff des 4:3 für Bayern den Unparteiischen - samt Roter Karte für Güler. Die Kommentare waren dementsprechend. Unwürdig. Nicht-königlich.

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Ganz anders die Bayern an diesem für sie so tragischen Abend, an dem sie Schiedsrichter João Pinheiro mit einer sehr strittigen Entscheidung benachteiligte. Kein Gelb-Rot für Nuno Mendes für dessen Handspiel. Dagegen wurde Bruchteile zuvor ein Handspiel von Konrad Laimer geahndet, das keines war.

Das Label als fairer Verlierer zu erhalten, wirkt nachhaltiger

Auf Bauch entschieden – eine Fehlentscheidung. Abgesehen vom kurz motzenden Joshua Kimmich, der dafür Gelb kassierte, hatten sich die Münchner nach dem sportlich verdienten Aus gegen PSG bemerkenswert gut im Griff.

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Vor allem dank Vincent Kompany. Natürlich musste der Bayern-Trainer sich schütteln, fand danach ruhige, analytische Worte. Der 40-Jährige gibt nicht nur den Ton an, er gibt ihn vor. Kompany hat in seinen zwei Jahren in München eine Leitkultur des respektvollen, sensiblen Umgangs geprägt und damit auch die Bosse angesteckt. Die hielten sich mit Schuldzuweisungen angenehm zurück. Glücklich und unverdient gewinnen ist mal schön und gut. Das Label als fairer Verlierer zu erhalten, wirkt nachhaltiger.

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  • TheSpecialOne am 07.05.2026 20:50 Uhr / Bewertung:

    Als ob der Kimmich eine Gelegenheit zum Meckern auslassen würde. Mit Schlusspfiff ist er wutentbrannt auf den Schiri los. Die Aussage von Eberl war auch nicht ohne.

    Dabei sollten wir uns lieber an die eigene Nase fassen, denn an den Schiedsrichtern lag es nicht, dass wir keines der beiden Spiele gewinnen konnten und sechs Tore kassiert haben, ganz sicher nicht!

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  • Löwin am 07.05.2026 15:30 Uhr / Bewertung:

    Ich habe für den FCB die Daumen gedrückt .... aber sie sind leider im Halbfinale der CL ausgeschieden ... ein Tor zuwenig um Verlängerung bzw. Elfmeterschießen zu erzwingen - zwei Tore zu wenig geschossen um direkt das Finale zu erreichen ... egal ob mit oder ohne 'guter Schiedsrichterleistung'

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  • Der Wahrheit am 07.05.2026 13:53 Uhr / Bewertung:

    Lieber Herr Kommentator!
    Wie kommen Sie zu der Meinung, der FC Bayern würde nicht gegen die Schiri-Leistung Wettern??????
    Wie bei jeden Spiel, im dem nicht FÜR den FCB gepfiffen wird, wird der Unparteiische von Spielern und Offiziellen zum Sündenbock abgestempelt und öffentlich angegriffen. So auch dieses Mal!
    Aber die AZ ist scheinbar gerne eine inoffizielle PR-Stelle…

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