Vor Kimmich-Transfer: Ex-Direktor Michael Reschke musste Rummenigge erst überzeugen

Bevor er beim FC Bayern zum Weltstar reifte, war der Mittelfeld-Mann in der Bundesliga ein unbeschriebenes Blatt. Der damalige Technische Direktor Michael Reschke musste deshalb bei den Bayern-Bossen einiges an Überzeugungsarbeit leisten.
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Landete dank Michael Reschke in München: Joshua Kimmich.
Landete dank Michael Reschke in München: Joshua Kimmich. © imago images / FC Bayern München

München - Mit Joshua Kimmich gelang dem FC Bayern im Jahr 2015 einer der größten Transfer-Coups in der jüngeren Fußballgeschichte. Vom Supertalent unter Pep Guardiola reifte er zum Chef im Mittelfeld der Triple-Mannschaft. 

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Bayern kann sich bei Michael Reschke bedanken

"Kimmich war die erste große Verpflichtung, für die ich hauptverantwortlich war“, erklärte der ehemalige Technische Direktor Michael Reschke beim "SPORT1"-Podcast "Meine Bayern-Woche". Wie der heutige Spielerberater weiter angab, hätten die Münchner Kimmich schon seit länger Zeit beobachtet: "Im Juli 2014 war die U19-Europameisterschaft. Unser Interesse galt vor allem Joshua Kimmich. Bei der EM war er für mich eindeutig der interessanteste und stärkste Spieler", erklärte Reschke weiter. 

Zu diesem Zeitpunkt war Kimmich bei RB Leipzig ausgeliehen und auch der damalige Trainer Ralf Rangnick meldete starkes Interesse an, ihn fest zu verpflichten. Dadurch sei Kimmich laut Reschke deutlich teurer geworden als ursprünglich geplant: "Am Ende des Tages haben wir einen Vertrag ausgehandelt, der in der Gesamtablöse knapp unter 10 Millionen lag. Das war eine mächtige Hürde, die auch innerhalb des FCB zu nehmen, den Verantwortlichen klarzumachen", erklärte der 63-Jährige weiter. 

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Rummenigge wegen Ablösesumme skeptisch

Da Kimmich zu diesem Zeitpunkt mit RB in der zweiten Liga kickte, war die hohe Ablösesumme nur schwer zu vermitteln: "Rummenigge sagte mir: 'Bei allem Respekt, wir wissen, wie sehr Sie den Spieler schätzen (…). Knapp 10 Millionen für einen, der noch keine Minute Bundesliga gespielt hat, ist für Bayern unüblich und extrem viel", fuhr Reschke fort. 

Letztlich erwies sich die damalige Einschätzung von Reschke als goldrichtig: "Ich habe mich damals sehr weit aus dem Fenster gelehnt. 'Herr Rummenigge, Sie haben Recht, das ist ein mächtiges Paket, aber für einen künftigen deutschen Nationalspieler (…). Ich bin fest davon überzeugt: Wir müssen diesen Spieler für Bayern München verpflichten'", sagte dieser abschließend. 

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Bei den Münchnern entwickelte sich Kimmich vom Nachfolger von Philipp Lahm auf der Rechtsverteidiger-Position zu einem der besten Mittelfeld-Spieler der Welt. Auch aus wirtschaftlicher Sicht ging der Transfer letztlich vollends auf: Mit einem Marktwert von 90 Millionen ist Kimmich der teuerste deutsche Spieler überhaupt. Gegen Union Berlin (15:30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) will Kimmich erneut zeigen, dass Reschkes Bauchgefühl damals richtig war. 

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