"Vielleicht Mann genug, es zuzugeben": Nächster Rüdiger-Eklat? Real-Verteidiger beschimpfte wohl Stanisic

Beim 4:3-Sieg des FC Bayern über Real Madrid wird Verteidiger Josip Stanisic von Antonio Rüdiger wohl beleidigt. Der Kroate meint nach der Partie: "Meines Erachtens geht sowas gar nicht."
von  Kilian Kreitmair
Ihm brannten wohl einmal mehr die Sicherungen durch: Real-Verteidiger Antonio Rüdiger.
Ihm brannten wohl einmal mehr die Sicherungen durch: Real-Verteidiger Antonio Rüdiger. © IMAGO

Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. Da dürften sich die 75.000 Zuschauer dieses irren 4:3-Sieges des FC Bayern über Real Madrid einig gewesen sein, als sie den Heimweg antraten. Patzer, Traumtore – und ein Eklat? Mitbekommen haben dürften den die meisten Fans in der Allianz Arena nur nebenbei. Waren sie in jener 42. Minute auf den Torjubel von Kylian Mbappé fokussiert. 

Rüdiger beschimpft Stanisic nach Real-Tor

Doch während sich die Galaktischen an der Eckfahne über das zwischenzeitliche 3:2 freuten, spielte sich in der Hälfte der Spanier offenbar eine unschöne Szene ab. Josip Stanisic lag nach einem üblen Zweikampf von Antonio Rüdiger auf dem Platz. Der Kroate war gerade dabei sich zu berappen, da kam der Verteidiger der Gäste nochmal auf ihn zu. 

Doch helfen oder entschuldigen wollte sich Rüdiger bei Stanisic nicht. Ganz im Gegenteil. Ihm brannten die Sicherungen durch. "Über das, was passiert ist, als ich auf dem Boden lag, muss ich jetzt nicht sprechen", sagte der gebürtige Münchner in der Mixed-Zone und meinte noch im selben Atemzug: "Das können Sie den Toni fragen. Aber meines Erachtens geht sowas gar nicht."

Über das, was passiert ist, als ich auf dem Boden lag, muss ich jetzt nicht sprechen.

Josip Stanisic

Rüdiger: "Es ist besser, wenn ich nichts sage"

Doch für eine solche Nachfrage stand Rüdiger zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr zur Verfügung. Wenige Minuten zuvor hatte der Nationalspieler die Arena verlassen, raunte in die Journalistenrunde nur: "Es ist besser, wenn ich nichts sage." Ob er ahnte, dass er auf die Szene angesprochen werden könnte? So musste Stanisic herhalten und weitere Details nennen. 

Auf die Nachfrage, ob es sich um eine Beleidigung handelte, führte der Bayern-Spieler aus, dass "nur ein Wort" gefallen sei. "Aber das ist zweimal gefallen", so Stanisic, der nochmal betonte: "Aber fragen Sie ihn wann anders selbst. Vielleicht ist er Mann genug, um es zuzugeben. Ich will jetzt nichts sagen, weil ich keiner bin, der böses Blut möchte. Ich nehme es auch nicht persönlich. Aber ich finde, sowas gehört sich nicht." Klare Worte! 

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Rüdiger fiel nicht zum ersten Mal negativ auf

Bis sich Rüdiger zu einem späteren Zeitpunkt also nicht selbst zu der Thematik äußert, kann nur gemutmaßt werden, was ihm über die Lippen kam. Klar ist aber jetzt schon: Die Aktion ist nicht die erste Schandtat des gebürtigen Berliners. Rüdiger hatte seine Emotionen schon in mehreren wichtigen Partien nicht unter Kontrolle, rastete komplett aus. 

Im vergangenen April verlor er im Finale des Copa del Rey gegen den FC Barcelona die Nerven. Nach einem Foul gegen seine Mannschaft, Rüdiger war zu dem Zeitpunkt schon ausgewechselt, warf er einen Gegenstand aufs Feld in Richtung des Schiedsrichters. Dazu brüllte er Beleidigungen wie "Missgeburt" und "Hurensohn". Dafür wurde er zu Recht für sechs Spiele gesperrt. 

Fiel schon in der Vergangenheit negativ auf: Real-Verteidiger Antonio Rüdiger.
Fiel schon in der Vergangenheit negativ auf: Real-Verteidiger Antonio Rüdiger. © IMAGO

UEFA hat sich bisher nicht zum Eklat geäußert 

Schon wenige Wochen zuvor hatte er im Champions-League-Achtelfinale gegen Atlético Madrid ebenfalls für einen Skandal gesorgt. Nachdem er im Spiel von den Anhängern des Lokalrivalen angepöbelt und rassistisch beleidigt wurde, revanchiert sich Rüdiger mit der Kopf-ab-Geste in Richtung eines Atlético-Fans. Auch hier wurde sein Verhalten diszipliniert. 

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Rüdiger musste 40.000 Euro zahlen und bekam eine Sperre von einem Spiel auf Bewährung. Und jetzt? Noch unklar. Bisher hat sich die UEFA nicht zu dem Eklat geäußert. 

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