Van Gaal: "Heute abend wird gefeiert"

Louis van Gaal hatte in Berlin schon mal die Chance sich an bayerische Traditionen zu gewöhnen: Die Weißbierdusche zum 22. Meistertitel. Noch zwei weitere Male kann ihn dieses Schicksal ereilen: Die Bayern stehen kurz vorm Triple. Vorher aber wird gefeiert - so lange bis Louis van Gaal das Licht ausmacht.
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Kein Entkommen für Louis van Gaal: Die Weißbierdusche ist Pflicht bei den Bayern.
dpa Kein Entkommen für Louis van Gaal: Die Weißbierdusche ist Pflicht bei den Bayern.

BERLIN - Louis van Gaal hatte in Berlin schon mal die Chance sich an bayerische Traditionen zu gewöhnen: Die Weißbierdusche zum 22. Meistertitel. Noch zwei weitere Male kann ihn dieses Schicksal ereilen: Die Bayern stehen kurz vorm Triple. Vorher aber wird gefeiert - so lange bis Louis van Gaal das Licht ausmacht.

Er hatte noch drum gebeten, kein Bier auf ihn zu kippen. Louis van Gaal - Meistertrainer und bekennender Rotwein-Liebhaber. In der Halbzeitpause hat er dann doch den feinen Zwirn gegen einen Trainingsanzug getauscht - nach Spielende gab es keine Alternative mehr: "Die sind mit fünf bis acht gekommen, da konnte ich es noch verhindern. Dann habe ich es ein bisschen vergessen und sie haben mich gestellt», schilderte der 58-Jährige die Jagd mit den Weißbier-Gläsern und lachte.

„Was diese Mannschaft auszeichnet, sind Leidenschaft und der große Wille“, erklärte ein rundum glücklicher Bayern-Coach, nachdem sein Trainingsanzug mit noch mehr Bier getränkt worden war.

Die besten Bayern standen auf dem Rasen

Die 22. Meister-Krönung für die Bayern, die in Berlin mit fünf deutschen WM-Kandidaten in der Startelf antraten, bekam mit 75 420 Fans im ausverkauften Olympiastadion und Millionen TV-Zuschauern in 197 Ländern einen würdigen Rahmen. Und auch die Münchner selbst machten mit: Wie angekündigt schickte van Gaal sein bestes Team auf den Rasen - nur der gesperrte Martin Demichelis fehlte. Und auf den Rängen feierten die rund 20 000 Bayern-Fans lautstark, während die treuesten Hertha-Anhänger ihre Abstiegs-Wut zunächst am gescheiterten Trainer Friedhelm Funkel ausließen und dann lange Zeit nur schwiegen.

Hertha-Trainer Friedhelm Funkel zeigte sich als fairer Verliere: "Es ist schade, wir hätten die Bayern heute gern ein wenig geärgert." Aber: "Bayern ist eine Ausnahmemannschaft."

Trainer Louis van Gaal: „Es ist wichtig, dass wir alles gewonnen haben. Wir haben die beste Abwehr, den besten Angriff und sind hochverdient Meister geworden. Es ist gut, dass wir hier siegreich waren und im Rhythmus geblieben sind. Heute abend wird ausgiebig gefeiert.“ Auf die Frage wie lange er denn feiern wird, überraschte der Holländer: "Normalerweise mache ich das Licht aus."

Dennoch behält die Mannschaft den Blick für die „historische Chance“, wie der starke Nationalmannschafts-Rückkehrer Hans-Jörg Butt das DFB-Pokalfinale in einer Woche gegen Werder Bremen und das Champions-League-Endspiel am 22. Mai in Madrid gegen Inter Mailand bezeichnete. „Das Hauptziel sind drei Pokale. Einen haben wir, zwei wichtige Spiele kommen noch“, betonte Robben

Der Traum vom Triple kann Realität werden

Der neue deutsche Fußballmeister Bayern München kann etwas erreichen, was noch keinem deutschen Klub geglückt ist: Das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Triumph in der Champions League. Am nächsten dran am dreifachen Erfolg war der FC Bayern selbst – 1999. Damals wurden die Münchner zum 15. Mal Meister und erreichten sowohl im Pokal als auch in der Königsklasse das Finale. Dort unterlagen sie aber Werder Bremen und Manchester United.

Das Triple ist gleichwohl nicht unerreichbar, fünf Klubs haben es den Bayern vorgemacht. Celtic Glasgow 1967, Ajax Amsterdam 1972, die PSV Eindhoven 1988, Manchester United 1999 und zuletzt der FC Barcelona 2009. In dieser Spielzeit hat neben den Bayern auch noch der italienische Meister und Pokalsieger Inter Mailand, der Gegner der Bayern am 22. Mai im Champions-League-Finale in Madrid, die Chance auf das Triple.

(dpa)

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