Van Bommel: Zoff um die Senkel

Der Bayern-Kapitän mit den Schuhen Probleme – und mit Herthas Doppeltorschütze Woronin. Der schimpfte über den Holländer: „Der Arroganteste!“
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Berliner Ballett: Herthas Woronin (r.) attackiert Bayerns Mittelfeldspieler Franck Ribéry.
dpa Berliner Ballett: Herthas Woronin (r.) attackiert Bayerns Mittelfeldspieler Franck Ribéry.

Der Bayern-Kapitän mit den Schuhen Probleme – und mit Herthas Doppeltorschütze Woronin. Der schimpfte über den Holländer: „Der Arroganteste!“

BERLIN Noch wenige Minuten bis zum Anpfiff, draußen im Berliner Olympiastadion sangen sich die Fans in Form. Die Videoleinwand zeigte Live-Bilder aus den Katakomben. Da stand Arne Friedrich, der Hertha-Kapitän, und wartete. Und wartete. Ein Kind an der Hand, hinter sich die zehn Teamkollegen. Die Zuschauer wunderten sich: Warum zeigen die ein Standbild? Und warum dauert’s so lange?

Friedrich blickte sich um. Ihr Bayernlein kommet, oh kommet doch all’. Dann endlich war es soweit. Der Grund fürs Rumstehen: Bayerns Kapitän hatte Probleme mit seinem Handwerkszeug gehabt. „Mein Schnürsenkel war gerissen“, erklärte Mark van Bommel hinterher. Vier Minuten Verspätung kamen zusammen. Was Bayern-Sprecher Markus Hörwick so entschuldigte: „Wir haben die langen Wege im Stadion unterschätzt, das war unser Fehler.“ Die Bayern verlaufen sich – kann passieren. Tatsächlich hat der Uraltbau undurchsichtige, unterirdische Pfade. Andererseits: Besser als die Bayern, die beinahe jedes Jahr im Mai im Berliner Pokalfinale stehen, kennt sich vor Ort nur die Hertha aus. Trotzdem blieb Verspätung Nummer eins kein Einzelfall.

„Der kommt vor dem Spiel und zur zweiten Halbzeit als einziger drei, vier Minuten zu spät“, echauffierte sich hinterher Andrej Woronin (29), der Doppel-Torschütze, und teilte aus: „Er war auch auf dem Platz der Arroganteste, den ich je gesehen habe. Mit so einem Kapitän wird Bayern nie Meister!“ Van Bommel ging dem Ukrainer auf den Senkel. Frust und Spott war beidseitig. Der Niederländer konterte spöttisch: „Wenn Woronin so viele Titel hat wie ich, gratuliere ich.“

Das kann dauern. Ein kurzer Check: Woronin, vom FC Liverpool seit Saisonbeginn ausgeliehen, spielte in der Bundesliga zuvor für Gladbach, Köln und Leverkusen. Seine größten Erfolge: Zwei Mal Platz fünf, ein Mal Rang sechs – jeweils mit Leverkusen. Nun will er Meister werden. Und van Bommel? Hat mit dem FC Barcelona die Champions League gewonnen, mit Bayern letztes Jahr das Double. Woronin lästerte: „Die Bayern waren nicht so gut, wie wir sie erwartet hatten.“

ps

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