Upamecano und der FC Bayern: Woran die Verlängerung noch hakt
Das Positive aus Sicht von Minjae Kim: Bereits am Samstag hat der Südkoreaner die Chance zur Wiedergutmachung. Nach seiner Gelb-Roten Karte beim 2:0 gegen Union Saint-Gilloise wird Kim zwar für ein Champions-League-Spiel gesperrt, in der Bundesliga ist er aber natürlich spielberechtigt. Und das ist wichtig für Bayern. Denn: Dayot Upamecano, der am Mittwochabend kurzfristig erkrankt fehlte, wird wohl auch das Derby gegen den FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr) verpassen.

Upamecano fällt wohl weiter aus
"Richtung Wochenende eher schwierig", sagte Sportvorstand Max Eberl über Upamecano: "Er ist schon angeschlagen. Unsere Ärzte sind gut, mal schauen, was sie zaubern können."
Tendenz: Kim wird den Franzosen gegen den FCA erneut vertreten. Und es hoffentlich besser machen als in der Königsklasse. Wobei der Platzverweis nach Kims Halten gegen Saint-Gilloise recht hart war. Bayerns Verteidiger war danach untröstlich, er beklagte sich beim Schiedsrichter-Team über die Entscheidung und entschuldigte sich bei seinen Mitspielern.
Vertragsverhandlungen bei Upamecano laufen
Upamecano verfolgte diese unglückliche Szene vom heimischen Sofa aus. Und war doch irgendwie wieder mittendrin an diesem eiskalten Arena-Abend. Der Grund: Die angestrebte Vertragsverlängerung mit dem 27-Jährigen lässt weiter auf sich warten.

Nachdem Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen zu Beginn des Jahres öffentlich gesagt hatte, dass Upamecano das Angebot der Münchner doch besser zeitnah annehmen solle ("Es wird nicht mehr besser"), war man eigentlich von einer schnellen Einigung ausgegangen. Doch es zieht sich noch immer.
Wann verlängert Upamecano? Diskussionen über Vertragsdetails
"Wir werden mit ihm reden", sagte Eberl über den aktuellen Stand: "Wir werden verkünden, wenn es etwas zu verkünden gibt, in welche Richtung auch immer. Wir klären das intern." Nach AZ-Informationen hakt es beim Upamecano-Vertrag an zwei Punkten.
Zum einen wird um die Laufzeit gefeilscht: Unterschreibt der Verteidiger bis 2030 oder bis 2031? Und auch die Ausstiegsklausel ist ein Diskussionsthema. Während die Upamecano-Seite gern die theoretische Möglichkeit hätte, bereits 2027 aus dem Vertrag herauszukommen, würde Bayern die Klausel gern erst für 2028 einbauen. Beim Gehalt und Handgeld (jeweils etwa 20 Millionen Euro) sollen sich beide Seiten einig sein.
Es könnte also noch ein paar Tage dauern, ehe die Verlängerung perfekt ist. Ein Scheitern der Verhandlungen wäre eine große Überraschung.

