Sprecher vom Club Nr. 12: Fan-Rückkehr ins Stadion wäre derzeit "Irrsinn"

Dem Sprecher des Club Nr. 12 zufolge wäre eine Fan-Rückkehr in deutsche Fußballstadien aktuell nicht zu vertreten. Der Fußball-EM sieht er mit Sorge entgegen.
| AZ/dpa
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Seit Monaten leer: Die Allianz Arena, Heimspielstätte des FC Bayern.
Seit Monaten leer: Die Allianz Arena, Heimspielstätte des FC Bayern. © firo/Augenklick

München - Die Rückkehr von Fußballfans in die Stadien ist nach Meinung von Bayern-Fanclubchef Alexander Fischer derzeit aufgrund der angespannten Corona-Situation überhaupt nicht vertretbar.

"Angesichts der aktuellen Impfquote halte ich es für einen absoluten Irrsinn, wenn man das machen würde", sagte der Sprecher des Club Nr. 12 - eines Dachverbands von Fanclubs und aktiven Bayern-Fans - in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung".

"Ein Armutszeugnis für die Stadt"

München sei gerade mit der Frage konfrontiert, ob man bei der Europameisterschaft im Sommer Zuschauer zulassen sollte. "Und wenn man das auf Druck der UEFA machen würde und danach müssten die Fans weiter draußen bleiben, dann wäre das ein Armutszeugnis für die Stadt", betonte Fischer. "Klar wollen die Fans wieder ins Stadion – aber erst dann, wenn es aus pandemischer Sicht zu verantworten ist. Nicht früher." München als Gastgeber von vier Spielen bei der EM in diesem Sommer hatte zuletzt mitgeteilt, "weiterhin mit verschiedenen Szenarien, was mögliche Zuschauer im Stadion betrifft", zu planen.

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Geisterspiele und dadurch fehlende Gemeinschaftserlebnisse wegen der Corona-Pandemie fühlen sich aus Sicht von Fischer auch nach über einem Jahr "immer noch komplett surreal an". Es sei "sehr bitter, dass man nicht vor Ort sein kann. Für uns aktive Fans war der Fußball ein großer Lebensinhalt, vor allem das Zusammensein, das Anfeuern, das Gemeinschaftserlebnis", sagte Fischer. "All das fällt weg."

Fischer: Pandemie führt zu Entemotionalisierung

Er höre von Fans, dass manche Fußball so nebenbei schauen – "manche schauen es auch gar nicht. Daran merkt man schon, dass da gerade was verloren geht", betonte Fischer. An Geisterspiele könne man sich "absolut nicht" gewöhnen, meinte der 34-Jährige. Er teile auch die Sorge, dass die Pandemie zu einer Entemotionalisierung führe. "Absolut. Das beobachte ich auch bei einigen Mitgliedern", sagte Fischer.

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