Eberl erklärt: Darum ließ den FC Bayern die Finger von Bradley Barcola

100-Millionen-Euro-Transfers? Gab es nur woanders. Doch die Münchner könnten laut Max Eberl auch tief in die Tasche greifen - aber nur, wenn alles passt. So bewertet er Bayerns Transfer-Strategie.
von  dpa/az
Max Eberl sieht den FC Bayern trotz der finanzkräftigen Konkurrenz aus England gut aufgestellt. (Archivbild)
Max Eberl sieht den FC Bayern trotz der finanzkräftigen Konkurrenz aus England gut aufgestellt. (Archivbild) © David Ebener/dpa

Sportvorstand Max Eberl schließt im Wettstreit mit der finanzstarken Konkurrenz künftige 100-Millionen-Euro-Transfers für den FC Bayern nicht aus. "Bayern München ist stark, das hat der Verein beim Kauf von Harry Kane gezeigt. Wenn wir wollen und davon überzeugt sind, ist der FC Bayern in der Lage, auch große Transfers zu tätigen. Wir wollen so etwas aber mit Weitblick machen", sagte der 52-Jährige im Interview der "Sport Bild". 

Die Strategie des deutschen Fußball-Rekordmeisters sei es, Spieler zu verpflichten, mit denen der Club Titel gewinnen könne. "Gleichzeitig wollen wir junge Spieler aus unserer Akademie dazunehmen, die mit uns wachsen können", sagte Eberl.

Bradley Barcola war dem FC Bayern zu teuer

Im Ringen um Topspieler seien die Bayern nicht bereit, jede Ablöse zu zahlen. Mit Offensivspieler Bradley Barcola habe man sich zum Beispiel auch beschäftigt, bestätigte Eberl. Der Franzose wechselte aber von Paris Saint-Germain zum FC Liverpool - für 125 Millionen Euro. "Aber wenn man solche Summen hört", so Bayerns Sportvorstand, "dann ist das für uns zu viel gewesen". 

Mit den Neuzugängen Nathaniel Brown, Ismael Saibari und Bara Sapoko Ndiaye sieht sich der FC Bayern gut aufgestellt - auch für die neue Champions-League-Saison, die für München mit einem Heimspiel am Donnerstag gegen den norwegischen Außenseiter FK Bodø/Glimt beginnt. "Wir sind jünger und flexibler geworden, haben auch von der Schnelligkeit, Kreativität und Flexibilität her zugelegt", sagte Eberl.

FC Bayern: Darum ist Michael Olise unverkäuflich

Die Spekulationen über ein mögliches Interesse anderer Großclubs an Michael Olise nimmt Eberl gelassen. Eine Schmerzgrenze gebe es bei dem französischen Ausnahmekönner nicht. "Das ist das Schöne bei Bayern München: Man muss bei keiner Summe schwach werden", äußerte der Ex-Profi. 

Im Bestreben um eine Verlängerung des noch bis 2029 laufenden Vertrags wollen die Bayern in einem Jahr aber ein erstes Zeichen sehen. "Ich sage es mal so: Wir sollten bis zum nächsten Sommer wissen, ob es eine Tendenz zur Verlängerung von seiner Seite aus gibt oder nicht", so Eberl.

"Das ist Bullshit!"

Klare Worte fand Eber auf die Frage nach einem angeblich zerrütteten Verhältnis zu Sportdirektor Christoph Freund. "Das ist Bullshit! Das ist eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte, die ich nicht nachvollziehen kann", sagte er. Man arbeite seiner Meinung nach "sehr gut miteinander". Eberl glaubt zudem, dass auch die Vertragsverlängerung des Sportdirektors "schnell und lautlos" über die Bühne gehe.

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