VW will Milliarden sparen: Verkauft Audi jetzt seine Anteile am FC Bayern?

Einem Bericht des Recherchenetzwerks "Correctiv" zufolge erwägt Automobilhersteller Volkswagen, seine Anteile am FC Bayern und VfB Stuttgart zu verkaufen. Am deutschen Rekordmeister hält VW über seine Tochtergesellschaft Audi 8,3 Prozent.
von  AZ/SID
Bayerns Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen.
Bayerns Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen. © IMAGO

Das wäre ein Hammer! Autobauer Volkswagen prüft laut einem Bericht des Recherchenetzwerks "Correctiv" den Verkauf seiner Anteile an den Bundesligisten FC Bayern und VfB Stuttgart. Eine Entscheidung zu den Beteiligungen, die über die Konzerntöchter Audi (FC Bayern) und Porsche (VfB Stuttgart) gehalten werden, sei aber bislang nicht gefallen.

Nach Angaben aus Unternehmenskreisen solle geprüft werden, ob die Beteiligungen an den beiden Traditionsvereinen für die Werbewirkung des Konzerns weiterhin erforderlich seien, berichtete "Correctiv". Audi hält 8,3 Prozent an der FC Bayern München AG, Porsche war 2024 mit 10,4 Prozent bei der VfB Stuttgart 1893 AG eingestiegen. Unabhängig von einer möglichen Veräußerung bleiben beide Marken dem Bericht zufolge Sponsoren der Vereine.

BMW zeigte vor Jahren Interesse an Einstieg beim FC Bayern

In der Vergangenheit hatte es bereits Gerüchte über einen Ausstieg von Audi bei den Bayern gegeben – und mit BMW wäre ein bayerisches Traditionsunternehmen bereits als möglicher Abnehmer bereitgestanden. 2019 waren sich beide Seiten schon einmal sehr nahe, ein Zusammenkommen scheiterte erst auf der Zielgeraden. Aufgrund einer "fehlenden Vertrauensbasis" habe man die Gespräche mit BMW beendet, ließ der FC Bayern damals ausrichten. Der Münchner Automobilhersteller unterstützt seit 2023 dagegen die Bayern-Basketballer und ist auch Namensgeber der aktuell als "BMW Park" firmierenden Rudi-Sedlmayer-Halle.

An anderen Fußball-Engagements wolle Volkswagen festhalten, berichtete "Correctiv" weiter. Dies betreffe insbesondere den VfL Wolfsburg, dessen Eigentümer der Konzern ist, sowie den FC Ingolstadt 04, an dem Audi beteiligt ist. Beide Standorte gelten als strategisch wichtig für den Konzern. Der Aufsichtsrat will demnach am 9. Juli über das Sparprogramm beraten. Volkswagen äußerte sich laut "Correctiv" nicht zu den möglichen Beteiligungsverkäufen.

VW will mit Sparprogramm Milliarden sparen

Der Autobauer will seine Kosten mit einem umfassenden Sparprogramm um mehrere Milliarden Euro senken. Das "Manager Magazin" hatte am Freitag berichtet, Volkswagen plane einen radikalen Sparkurs – das Unternehmen wolle in den kommenden Jahren weltweit bis zu 100.000 Stellen streichen und vier Werke in Deutschland schließen. VW bestätigte die Zahlen nicht, sprach jedoch von "tiefgreifenden" Veränderungen, die bevorstünden.

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